Zukunft mit Spannung . Strom wird immer wichtiger. Der steigende Bedarf bringt große Herausforderungen mit sich. So werden für die Zukunft flexiblere Lösungen und Erweiterungen gefragt sein.

Erstellt am 27. Juni 2019 (15:54)
zVg EVN
Die Sonne wird wohl auch in Zukunft wichtig für die Stromerzeugung sein.

100 Prozent des Strombedarfs durch Erneuerbare Energie zu decken. Das ist ein Ziel der Bundesregierung bis 2030. In Niederösterreich ist das bereits der Fall. „Jährlich wird so viel Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt, wie wir verbrauchen“, verrät die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich. Es geht um Klimaschutz, Energieeffizienz und einen nachhaltigen Lebensstil.

Was aber könnte sich im eigenen Haus verändern? Ein vernetztes Zuhause? Elektronische Hilfe im Alltag? Strom aus dem eigenen Haus fürs eigene Haus? Ein Auto, das man an die Steckdose ansteckt? All das gibt es schon. Es wird aber mehr werden. Viel mehr. Und das bedeutet große Herausforderungen. Unter anderem für die Netzstabilität, zum Beispiel wenn abends alle gleichzeitig ihr E-Auto aufladen wollen.

Wie man mit dieser Herausforderung umgehen kann, das wird zurzeit von der EVN in Echsenbach mitten im Waldviertel erforscht. Seit November 2018 testen hier 24 mit E-Autos ausgestattete Haushalte das Zusammenspiel von Photovoltaik, Batteriespeichern und Verbrauchern.

Energiemanagement-Systeme erweitern

Basis dafür ist eine Erweiterung von „joulie“. Einem System der EVN, bei dem durch die eigene Photovoltaik-Anlage am Dach Strom erzeugt wird. Dieser Sonnen-Strom kann von verschiedenen Geräten im Haus genutzt oder in Batterien gespeichert werden. Ein Optimierungsassistent kümmert sich dabei darum, wieviel Energie gerade erzeugt wird, wieviel die angeschlossenen Geräte brauchen und wieviel Energie dann noch für andere Geräte oder einen Speicher übrigbleibt. Welche Geräte gerade angeschlossen sind, kann man sich am Smartphone anzeigen lassen. Wie etwa die Kaffeemaschine oder das E-Auto. „Man kann schon ziemlich jedes Gerät einbinden“, erläutert Desirée Stummer von der EVN.

In Echsenbach übrigens kommen eigens für den Test adaptierte Ladestationen, die die Ladeleistung selbständig anpassen können, zum Einsatz. Damit E-Autos schnell geladen werden können - ohne die Versorgungssicherheit zu beeinträchtigen und auch dann, wenn gerade viele geladen werden.

Ein Ziel bei Forschungen rund um die Energie-Zukunft ist es, Abläufe zunehmend zu automatisieren, „damit sich der Kunde nicht darum kümmern muss“, so Stummer.