Eine getigerte Forelle aus der Klause. 57 Zentimeter und ein getigertes Schuppenkleid hatte die Forelle, die zwei junge Wiener aus dem EVN-Stausee in der Erlaufklause fischten.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 13. September 2019 (10:33)
Hawlicek
Stolzer Fänger: David Hawlicek und sein Fang aus dem Stausee Erlaufklause.

David Hawlicek und sein Bruder staunten nicht schlecht, als sie einen näheren Blick auf ihren Fang aus dem Stausee Erlaufklause warfen. „Ich dachte, ich kenne mich mit heimischen Fischarten aus, aber so einen Fisch hatte ich noch nie gesehen“, erzählt der junge Fischer aus Wien. 

Hawlicek
Seltener Anblick: eine Tigerforelle.

Die Experten der EVN-Fischfreunde konnten das Rätsel schließlich lösen. Es handelt sich bei diesem Fang um eine Tigerforelle.

„Die Tigerforelle ist eine Kreuzung aus Bachforelle und Bachsaibling. Da Bachsaiblinge 84 Chromosomen und Bachforellen 80 Chromosomen besitzen, führt eine Kreuzung der beiden Arten in der Natur nur sehr, sehr selten zu überlebensfähigen Jungen“, erläutert EVN-Sprecher Stefan Zach. „Zu so einem ausgefallenen Fang kann man nur herzlich gratulieren. Petri Heil!“ 

Die Forelle hatte  57 Zentimeter Länge und ein geschätztes Gewicht von rund 2,5 Kilogramm. Gefangen wurde sie mit der Fliegenrute und einem Streamer. Und das in einem der Reviere der EVN-Fischfreunde, die als Fischereigemeinschaft drei Fischwaids an der Ybbs und der Erlauf betreiben.

In der Erlaufklause können außer Tigerforellen auch hechte, Zander, Welse oder Karpfen in teils beachtlichen Größen gefangen werden, während in den Erlaufstrecken und im Stausee Stierwaschboden scheuere Wildfische wie Bachforelle, Regenbogenforelle oder Äsche leben. 

Mehr: www.evnfischfreunde.athttps://hejfish.com/