VP beschloss den Radweg alleine. VP-Bürgermeister Reiter kritisiert, dass Opposition nicht für „wichtiges Projekt“ stimmte.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 19. August 2019 (06:22)
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Symbolbild 

Rund um Schloßhof wird ein Radweg gebaut. Dadurch entsteht ein geschlossenes Radwegenetz rund um Schloss und Ortschaft, bei der sich mehrere überregionale und regionale Routen kreuzen.

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VP-Bürgermeister Josef Reiter ist entsetzt über die Opposition.

VP-Bürgermeister Josef Reiter und VP-Gemeinderat Leopold Sabeditsch arbeiten mit Bund, Land, Schlossleitung, Grundeigentümern und einer Arbeitsgemeinschaft zusammen, um das Projekt möglich zu machen. Die Gesamtkosten betragen 660.000 Euro, von denen 220.000 die Marktgemeinde bezahlt und 440.000 Euro vom Land finanziert werden. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stimmte nun nur die ÖVP-Gemeinderatsmitglieder für diese Finanzierung und damit den Bau des Radweges.

Reiter ist entsetzt: „Immer mehr Menschen kommen mit dem Rad nach Schloßhof, darunter viele Familien mit kleinen Kindern.“ Um deren Sicherheit ginge es. „Natürlich kostet das Gesamtprojekt viel, aber wer die Situation kennt, weiß, wie wichtig der Bau der eigenständigen Radwege neben den Straßen ist. Zum Glück haben wir die Mehrheit im Gemeinderat, da die Opposition offensichtlich keinen Wert auf den Schutz der Radfahrer legt“, so der VP-Ortschef.

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SP-Plus-Gemeinderat Andreas Zabadal legt im NÖN-Gespräch seine Beweg-gründe dar.

Geschäftsführender SP-Plus-Gemeinderat Andreas Zabadal kontert: „Wir sind nicht gegen den Radweg, haben uns auch nur der Stimme enthalten. Aber Reiter konnte die Finanzierung nicht erklären. Weder zu den 440.000 Euro vom Land gibt es etwas Schriftliches, noch ist im Gemeindebudget genug vorhanden. Weiters gibt es an dieser Straße bereits einen Agrarstreifen und jetzt sollen weitere Bäume auf der anderen Straßenseite gefällt werden?“