Nordbahn-Modernisierung: Grüne kritisieren die ÖBB. Öko-Partei fordert, dass der Konzern auch Verantwortung für Straßenbau und Aufforstung übernimmt.

Von Manuel Mattes. Update am 27. Januar 2021 (04:13)
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Kürzlich ging eine öffentliche Verhandlung zum Ausbau der Nordbahn über die Bühne. Für die Grünen virtuell mit von der Partie waren Gänserndorfs Stadtrat Günter Schweitzer und Bezirkssprecherin Beate Kainz.

Gemeinsam setzten sie sich für eine alternative Umleitungsstrecke für die Zeit, in der die L 3025 in Silberwald gesperrt ist, ein. Zudem kritisiert die Öko-Partei die ÖBB: „Die Bundesbahnen machen Straßen für den motorisierten Verkehr barrierefrei, indem sie Schranken beseitigen und Unterführungen bauen. Gleichzeitig bestehen sie darauf, dass der Straßenbau kein Teil des Verfahrens ist“, moniert Kainz. Und weiter: „Wie sieht es mit der Wiederaufforstung aus, die aufgrund der Fällungen für die neuen Querungen notwendig wird? Jeder Bauträger muss die dreifache Menge aufforsten. Man kann die ÖBB da nicht aus der Verantwortung entlassen.“

Was sagt ÖBB-Sprecher Daniel Pinka zu den Vorwürfen? „Da es sich um ein laufendes Verfahren mit unterschiedlichen Themen handelt, möchten wir derzeit zu einzelnen Bereichen keine Stellung nehmen. Die Verhandlungen verliefen aber sachlich.“