Ein Waldkauz-Baby erstes gerettete Jungtier der Saison. Als Nestling wurde das Waldkauz-Baby von Spaziergängern in Neuwaldegg in Wien gefunden.

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 09. April 2020 (16:23)
VIER PFOTEN

Eine Flauschkugel, die in eine Hand passt – das ist das Waldkauz-Baby, das vor kurzem in die von Vier Pfoten geführte Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS) kam. Spaziergänger in Neuwaldegg im Wienerwald hatten es am Boden liegend gefunden und die EGS kontaktiert. Das Käuzchen wurde vom EGS-Team Ilvi genannt und ist das erste Jungtier der Saison 2020, die jetzt im Frühling beginnt. Es wird jetzt von Ammeneltern derselben Tierart aufgezogen, um die schädliche Handaufzucht zu vermeiden. So kann Ilvi schließlich auch wieder in die Natur entlassen werden, sobald sie selbst überleben kann.

„Die Finder haben zuerst ein Bild des Kleinen an die Mitarbeiter der EGS geschickt. So konnten wir sicher sagen, dass der Kauz noch ein sogenannter Nestling ist. Das heißt, er kann noch nicht alleine außerhalb des Nests bleiben“, erklärt Vier Pfoten Expertin Brigitte Kopetzky. „Im Gegensatz dazu macht ein Ästling draußen bereits erste Erkundungen – immer unter Aufsicht der Eltern.“

VIER PFOTEN

Das Nest von Ilvis Eltern wurde leider nicht gefunden, daher konnte die kleine Eule auch nicht zurück gesetzt werden. Daher war in diesem Fall die Rettung richtig und notwendig, betont Kopetzky.

Jedes Jahr werden nämlich sehr viele junge Wildtiere, die eigentlich keine Hilfe bräuchten, unnötig "eingesammelt" und in Wildtierstationen und Tierheime gebracht.

„Wenn man in der Natur ein scheinbar verlassenes und nicht offensichtlich verletztes junges Wildtier findet, dann sollte man unbedingt eine Wildtierstation in der Nähe um Rat bitten, bevor man das Tier angreift oder gar mitnimmt“, appelliert Brigitte Kopetzky.

Die wichtigsten Tipps dazu finden Interessierte auf der Website der EGS.