Hundegebell in der Nacht: Anrainer tobt. Safariparkviertel-Bewohner fühlt sich von Lärm, der vom Gut Aiderbichl ausgehen soll, belästigt. Jetzt scheint Lösung gefunden.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 18. September 2019 (06:00)
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Am Gut-Aiderbichl-Standort in Gänserndorf-Süd sind nicht nur die ehemaligen Labor-Affen untergebracht, sondern auch 56 Hunde.

Ein Bewohner des Safariparkviertels, in dem sich auch die Hundeauffangstation des Guts Aiderbichl befindet, ist mehr als sauer. Grund: Die Vierbeiner sollen seit Jahren die ganze Nacht bellen und dadurch den Anrainern ihren Schlaf rauben. Der Gänserndorfer habe eigenen Aussagen nach bereits 50 Unterschriften gegen die tierische Lärmbelästigung gesammelt.

„Die haben wir zwar nicht gesehen, aber wir nehmen jede Beschwerde sehr ernst“, erklärt Gut-Aiderbichl-Chef Dieter Ehrengruber im NÖN-Gespräch. Sogar die Polizei soll einmal alarmiert worden sein: „Die Beamten sagten aber, dass sie kein Hundegebell, sondern nur quakende Frösche gehört haben.“

Man dürfe auch nicht vergessen, so Ehrengruber, dass das nächste Wohnhaus 880 Meter Luftlinie von der Hundestation entfernt ist: „Dazwischen gibt es noch die neue Umfahrungsstraße samt Lärmschutzdamm.“ Ehrengruber hatte sich selbst bei einem Lokalaugenschein von der Situation überzeugt: „In diesem Viertel habe ich relativ viele Hundehalter gesehen. Vielleicht bellen diese Tiere in der Nacht.“

"Das wird in Zukunft nicht mehr vorkommen"

Jene im Gut Aiderbichl seien grundsätzlich nur untertags im Freien: „Es kann natürlich sein, dass es ein Pfleger besonders gut meinte und die Hunde auch in der Nacht draußen ließ. Das wird aber in Zukunft nicht mehr vorkommen.“

Ab sofort bleiben die 56 Vierbeiner nachts im Haus: „Das ist klimatisiert und somit kein Problem.“ Ehrengruber hofft, dass durch diese Maßnahme im wahrsten Sinne des Wortes Ruhe einkehrt: „Wir wollen die Anrainer keinesfalls ärgern.“

Eines steht für ihn aber jetzt fest: „Sollte es künftig wieder einmal Hundegebell in der Nacht geben, dann kommt dies keinesfalls von unseren Tieren.“

Übrigens: Die Hundeauffangstation in Gänserndorf-Süd gibt es seit mittlerweile zehn Jahren.

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