Rot-Grün für Groß-Enzersdorf ist nicht fix. Die logische Fortsetzung der bisherigen Regierung ist doch keine ‚gmahte Wies’n. Noch verhandelt jede im Gemeinderat vertretene Partei mit fast allen anderen.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 22. Februar 2020 (05:36)
Bleibt Monika Obereigner-Sivec (im Bild mit Grünen-Stadtrat Andreas Vanek und FPÖ Stadtrat René Azinger, von links) SPÖ-Bürgermeisterin? 
NOEN

Die Koalitionsgespräche in der Gemeinde verlaufen rege, laut geredet wird allerdings darüber noch lange nicht. Alle sprechen (fast) mit allen, so der Tenor. Inhalte oder gar erste Ergebnisse bleiben freilich vertraulich.

Grünen-Stadtrat Andreas Vanek verhandelt auch mit der ÖVP.
NOEN

„Wir haben erst heute Abend wieder ein Gespräch“, lässt Andreas Vanek von den Grünen verlauten, ähnlich hört man es von SPÖ und ÖVP. Die anfangs erwartete „logische Fortsetzung“ von Rot-Grün ist wohl keine „gmahte Wies’n“.

Der Wahlerfolg der Grünen macht selbstsicher. Neue Gesichter – die zwei neuen Gemeinderäte Margit Huber und Peter Comhaire – verstärken das Verhandlungsteam von Vanek und Sommerlechner und bringen höhere Erwartungen, neue Forderungen und möglicherweise einen gewissen Frust aus ihrer SPÖ-Vergangenheit mit.

Die Grünen verhandeln jedenfalls auch ernsthaft mit der ÖVP. Interessant ist die Zusammensetzung des VP-Verhandlungsteams – es besteht aus dem sogenannten Kompetenzteam des Wahlkampfs um Peter Cepuder, Michael Takacs, Dagmar Förster, Gottfried Rotter und Markus Reschreiter. Nicht dabei ist VP-Parteichef René Hefler.

FPÖ-Stadtrat René Azinger: Kommt er doch in die Regierung?
NOEN

Mit der FPÖ wurde bisher nur eher informell geredet. René Azinger ist selbst „noch sehr gespannt“, was herauskommen wird. Für ihn und die Blauen ist freilich noch „alles möglich“, auch wenn „der Wählerwille uns keine große Rolle“ zugebilligt hat.