Staatsspitze wanderte in der Au. Niemand Geringerer als Bundespräsident Alexander Van der Bellen sowie Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek statteten am Mittwoch dem Nationalpark Donau-Auen einen Besuch ab.

Von Manuel Mattes. Erstellt am 13. September 2019 (14:47)

Und Direktorin Edith Klauser durfte einen weiteren ganz besonderen Gast begrüßen: Die weltberühmte Verhaltensforscherin und U.N.O.-Friedensbeauftragte Jane Goodall, die unter anderem anlässlich einer Ehrung in Österreich war, erkundete ebenfalls die Naturjuwele des Nationalparks.

Der Rundgang begann beim Wachtelgraben, immer wieder fielen die Blicke auf seltene Tier- und Pflanzenarten, die auch den Bundespräsidenten mehrmals in Staunen versetzten. „Die Aubesetzung 1984 hat die Zerstörung dieses ökologischen Juwels verhindert und heute gehört der Nationalpark Donau-Auen zum österreichischen Naturerbe, auf dessen Bewahrung wir stolz sein können“, so das Staatsoberhaupt, das auch seinen Hund Juli mit in die Au gebracht hatte.

„Es ist faszinierend, welch urwüchsiger Auwald hier in nächster Großstadtnähe besucht werden kann und den Menschen die Gelegenheit gibt, die Bedeutung der Artenvielfalt und ihre Schönheit aus nächster Nähe zu erleben.“ Jane Goodall

Goodall zeigte sich vom Charakter der Landschaft ebenfalls beeindruckt: „Es ist faszinierend, welch urwüchsiger Auwald hier in nächster Großstadtnähe besucht werden kann und den Menschen die Gelegenheit gibt, die Bedeutung der Artenvielfalt und ihre Schönheit aus nächster Nähe zu erleben.“ Unter der fachkundigen Führung von Nationalpark-Rangern blieb keine auch noch so spezielle Frage unbeantwortet.

Auch Ministerin Maria Patek unterstrich die Wichtigkeit des Naturjuwels: „Der Nationalpark Donau-Auen gehört mit 7.000 Tier- und Pflanzenarten zu Österreichs Naturschätzen. Hier werden Umweltschutz und Artenvielfalt gelebt. Der Nationalpark hat nicht nur eine besondere Vergangenheit, sondern ist auch ein wichtiger Leuchtturm für künftige Generationen.“

Bei einer abschließenden Tschaiken-Befahrung des Lebensquells des Nationalparks, der Donau, stand die herbstliche Hirschbrunft im Mittelpunkt: „Dieses Naturschauspiel zählt zu den Besonderheiten der Flussauenlandschaft“, erläuterte Edith Klauser.