Nach Zug-Einstellung: Bus funktioniert. Zwei Monate nach Einstellung der Bahnlinie gibt es heute über 100 neue Öffi-Nutzer durch das vom Land NÖ eingesetzte Bussystem.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 17. Februar 2020 (12:15)
„Zwei Monate nach der Einstellung der Bahnlinie gibt es heute in Summe 100 neue Öffi-Nutzer in der Region durch das von uns eingesetzte Bussystem“, sagt Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.
VOR/Bollwein

Im Dezember 2019 wurde der Bahnbetrieb am Schweinbarther Kreuz durch die ÖBB eingestellt. In Vorbereitung darauf hat das Land NÖ schon im September zwei neue Buslinien eingerichtet, die erfolgreich unterwegs sind, wie aktuelle Erhebungen zeigen. „Zwei Monate nach der Einstellung der Bahnlinie gibt es heute in Summe 100 neue Öffi-Nutzer in der Region durch das von uns eingesetzte Bussystem“, zieht Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko Bilanz. 

700 per Bahn, 800 per Bus

Auf den Buslinien 530 und 535 sind laut Fahrgastzahlenerhebung zurzeit 805 Personen pro Tag unterwegs. Die Bahnlinie wurde zuletzt von etwa 700 Personen genutzt. Eine Fahrgastbefragung hat ergeben, dass etwa 560 Busnutzer früher die Bahn genutzt haben, über 240 Personen, die früher keine Bahnfahrer waren, steigen nun in die neuen Regionalbuslinien des Landes ein.

Umweltfreundlicher und "näher am Menschen"

„Die Zahlen zeigen eindeutig, dass das neue Öffi-System am Schweinbarther Kreuz eine attraktive Lösung darstellt. Wir konnten die Angebote im Vergleich zur Bahn deutlich erhöhen, den Öffi-Verkehr in die Orte bringen und damit näher an die Menschen rücken und nicht zuletzt sind wir deutlich umweltfreundlicher unterwegs als mit den veralteten Dieselloks zuvor. Mit weiteren Verbesserungen im Herbst 2020 und der Investition in E-Ladeinfrastruktur werden wir das Öffi-Angebot in der Region noch attraktiver machen“, sagt Landesrat Schleritzko.