Schock in Markthof: Katze „Lucy“ wurde verätzt. Sechsjährige Samtpfote „Lucy“ kam schwer verletzt zu Besitzerin zurück.

Von Ernst Spet und Stefan Havranek. Erstellt am 12. Mai 2021 (05:12)
Eva Salenka mit ihrer Katze „Lucy“. Die arme Samtpfote wurde am Hinterbein verätzt und erholt sich derzeit von ihren Verletzungen.
privat

Ein besonders brutaler Fall von Tierquälerei dürfte sich kürzlich in Markthof ereignet haben. „Lucy“, die sechsjährige Katze von Eva Salenka, weist schwere Verätzungen auf, die darauf hindeuten, dass sie von einem Tierhasser misshandelt wurde.

Katze „Lucy“ kam mit einem verätzten Hinterbein und einem gebrochenen Schwanzwirbel nach Hause.
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Salenka berichtet: „Lucy ist eine Freigängerin und häufig mehrere Tage nicht zu Hause. Am 30. April habe ich sie zum letzten Mal unverletzt gesehen. Als sie das nächste Mal nach Hause kam – vier Tage später – bemerkte ich, dass sie sich eigenartig verhält.“ Salenka entdeckte eine Wunde am rechten Hinterbein der Katze, die sie zuerst für eine Abschürfung hielt.

„Die Tierärztin, der ich ein Foto davon geschickt hatte, meinte sofort, dass sich Lucy die Wunde eher nicht selbst zugefügt haben kann und man sich die Verletzung genauer ansehen müsste“, berichtet Salenka. Beim Untersuchungstermin stellte die Tierärztin fest, dass es sich nicht um eine Schürfwunde, sondern um eine Verätzung am Bein der Samtpfote handelte. „Die Verletzungen waren so massiv, dass dem Tier eine Vollnarkose verabreicht werden musste, um es behandeln zu können“, erinnert sich Salenka. Mit welcher Substanz dem Vierbeiner zu Leibe gerückt worden war, konnte die Ärztin aber nicht mehr feststellen.

Ein anderes interessantes Detail fiel der Veterinärmedizinerin aber auf: Beim Röntgen sah sie, dass die Katze auch an einem gebrochenen Schwanzwirbel leidet: „Es drängt sich der Verdacht der gezielten Tierquälerei auf, da die Verletzungen gezielt abgrenzbar sind und sich die Katze offensichtlich gewehrt hat. Es könnte sein, dass das Tier am Schwanz gehalten wurde und sich beim Fluchtversuch verletzt hat“, heißt es in der Diagnose.

Salenka erstattete am Samstag bei der Polizei-Inspektion Anzeige. Auch die Veterinärmedizinerin wird diesen Vorfall den Behörden melden.