„Schulterschluss“ für Landwirtschaft . Agrana, Rübenbauern und Gemeinde wollen Standort Leopoldsdorf erhalten.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 21. Oktober 2019 (18:07)
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Rübenbauern-Präsident Ernst Karpfinger, Agrana-Leopoldsdorf-Werksleiter Elvis Makic und Standortgemeinden-Bürgermeister Clemens Nagel (SP) trafen einander, um für den Zuckerrübenanbau in der Region die Werbetrommel zu rühren und damit den Rohstoff für die Zuckerfabrik Leopoldsdorf auch in Zukunft zu sichern.

Nagel betonte die enorme Bedeutung der Zuckerfabrik als Arbeitgeber und Wertschöpfungsmotor für die Region: „Die Fabrik ist seit über 100 Jahren Garant für Arbeit und Wohlstand vieler Menschen aller Stände und Berufsgruppen. Jetzt müssen alle zusammenhalten, damit es so weitergehen kann.“ Makic betont, dass das Zuckermarktsegment seit dem Ende der europäischen Zuckerproduktionsquoten vor großen Herausforderungen steht, aber der Produktionsstandort Leopoldsdorf seine Hausaufgaben in puncto Modernisierung und Effizienz erfüllt: „Wenn wir den Rohstoff – die Zuckerrüben – bekommen, werden wir auch in Zukunft regionalen Zucker nach höchsten europäischen Qualitätsstandards gesichert erzeugen können.“

„Wir haben einen solides Angebot mit der Agrana ausverhandelt“, ergänzt Karpfinger: „Das 3-Jahres-Vertragsangebot mit jährlich steigendem garantiertem Mindestpreis sollte den Anstoß geben, dass Bauern wieder mehr Vertrauen in den Preiskampf- und Rüsselkäfer-gebeutelten Rübenanbau entwickeln. Auch wir wollen, dass in Leopoldsdorf weiter Zucker produziert wird und damit auch ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird.“