Grenzschutz: Heeres-Fahrzeug landete im Graben. Ein Fahrzeug des coronabedingt für den Grenzschutz im Bezirk Gmünd abgestellten Bundesheeres löste in den Morgenstunden des 14. Mai einen größeren Alarm aus: Es kam von der kurvigen, regennassen Landesstraße 62 zwischen Neu-Nagelberg und Gmünd direkt an der Grenze ab, überschlug sich und landete am Dach. Fünf Feuerwehren rückten aus.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 14. Mai 2020 (12:04)

Weil in der Alarmierung kurz nach 6 Uhr von mehreren im Fahrzeug eingeklemmten Personen die Rede war, wurde ein technischer Einsatz der höchsten Stufe drei veranlasst. Neben Polizei und mehreren Rettungsteams rückten daher fünf Feuerwehren (Gmünd-Breitensee, Gmünd-Eibenstein, Gmünd-Stadt, Hoheneich, Steinbach) mit insgesamt 28 Kameraden in acht Fahrzeugen aus – beim Eintreffen der ersten Wehr hatten die beiden Insassen aber laut Feuerwehr-Bericht dank mehrerer Ersthelfer das Unfallfahrzeug bereits verlassen können. 

Insassen konnten Spital bereits verlassen

Sie wurden von der Rettung ins Spital gebracht, konnten dieses aber nach Auskunft von Major Sebastian Schubert vom Militärkommando NÖ mit nur leichten Verletzungen inzwischen wieder verlassen. 

Zur Bergung des Wracks und Reinigung der Fahrbahn nach der lang gezogenen Kurve vor Breitensee blieben lediglich die Stadtfeuerwehr und die Feuerwehr Breitensee am Unfallort. Einsatzleiter Michael Sohr hatte wegen der Corona-Maßnahmen das Tragen von NMS-Schutzmasken während des gesamten Einsatzes angeordnet.

Assistenzeinsatz während Corona-Maßnahmen

Das Heer absolviert derzeit wie berichtet einen Assistenzeinsatz an der Grenze, unter anderem überwacht es auch im Bezirk Gmünd geschlossene Grenzübergänge und den Grenzverlauf, und führt für die Gesundheitsbehörde Fieberkontrollen durch.