Engerling-Plage für kurzen Rasen?. Mehr als tausend Engerlinge auf 6m² im Garten von Grete und Othmar Schandl.

Von Karl Tröstl. Erstellt am 09. August 2019 (04:11)
Karl Tröstl

Grete und Othmar Schandl wunderten sich, dass ihr seit Jahren schöner, grüner Rasen plötzlich braun wurde und abstarb. So begannen sie vor einigen Tagen mit dem Abtragen der abgestorbenen Rasenfläche und machten eine erschreckende Entdeckung: Auf einer Fläche von etwa 6 m² sammelten die Schandls mindestens 1.000 Engerlinge – und meldeten das sofort der Behörde.

„Es wäre schlimm für die Landwirte, wenn das Gras eingeht und kein Futter für die Tiere mehr vorhanden wäre“, mahnt Othmar Schandl zur Vorsicht. Die Weibchen der Gartenlaubkäfer graben sich im Frühling zur Eiablage in der Rasenfläche ein. Nach etwa vier Wochen schlüpfen die Engerlinge und beginnen ab Juli, die Wurzeln der Gräser abzufressen, lassen jedoch andere Pflanzenwurzeln unberührt.

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Dichtes Gedränge unter abgestorbenem Rasen…

Biologe Axel Schmidt erklärt gegenüber der NÖN, dass die Engerlinge laut Erfahrungswerten eher nicht auf gut gedüngten Wiesen mit hohem Gras vorkommen, sondern eher auf gepflegten Rasenflächen mit kargem Boden. „Sekundärschaden“ entsteht dann freilich auch durch Vögel, die auf den kahlen Flächen kratzen, um die eiweißhaltigen Engerlinge aus der Erde zu picken.

Die Bekämpfung kann laut Gartentelefon auf biologische Art mit Nematoden erfolgen. Betroffene Rasenbesitzer können sich unter der Telefonnummer 02822/2005050 in Zwettl informieren.