Gemeinde verschenkt Tabletten gegen die Gelsenplage. Nach der intensiven Plage in einigen Bereichen im Vorjahr setzt die Stadt heuer auf Bio-Abwehr.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 19. Juni 2019 (05:00)
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Den vorigen Sommer haben viele Gmünder in leidvoller Erinnerung – besonders aus der Lainsitzniederung bei Eibenstein und Breitensee kamen Meldungen über regelrechte Gelsen-Invasionen, die Aufenthalte im Freien zur Qual machten. Das soll heuer nicht mehr vorkommen: Die Stadtgemeinde will Mittel zur biologischen Gelsenbekämpfung verteilen, sie können ab nächster Woche kostenlos am Stadtamt bezogen werden.

Konkret werden um etwa 3.000 Euro insgesamt 300 Packungen mit einem natürlichen Bakterium namens „Bacillus thuringiensis israelensis“ (B.t.i.) angeschafft. Dieses produziert etwa in der Regentonne oder im Biotop Eiweißstoffe, die verlässlich die Larven von Stechmücken abtöten. In Au-Gebieten wird es regelmäßig per Helikopter über Wasserflächen verteilt. In den March- und Thaya-Auen werde es regelmäßig angewendet, weil es ausschließlich Larven von Gelsen angreife, erklärt Michael Prinz von der Stadtgemeinde, der das Projekt vorantrieb.

Bürgermeisterin Helga Rosenmayer (ÖVP) spricht von einem Anfang und ruft dazu auf, von der Möglichkeit Gebrauch zu machen. „Jeder kann bei sich selbst beginnen“, sagt sie. Im Vorjahr sei sie am Stadtamt und per Mail häufig auf die Plage angesprochen worden – „heuer wird das Thema nach dem nassen Mai wohl ein noch Größeres werden“.

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