80 Soldaten im Bezirk Gmünd stationiert. Fieberkontrollen und Grenzschutz sind die Aufgaben dieses Assistenzeinsatzes.

Von Martina Hofer. Erstellt am 12. Mai 2020 (07:04)
Die Grenze ist vielerorts dicht.
M. Lohninger

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, stellt das Bundesheer Soldaten für den Schutz der Grenzen bereit. Derzeit sind laut Major Sebastian Schubert (Militärkommando NÖ) aus der technischen Kompanie des Pionierbataillons II in Salzburg und der Militärmusik rund 80 Soldaten im Bezirk Gmünd und jeweils 40 Soldaten in den Bezirken Waidhofen und Horn stationiert.

„Im Wesentlichen haben wir zwei Aufgaben“, so Schubert. „Zum einen werden für die Gesundheitsbehörde Fieberkontrollen durchgeführt und nun auch dazugehörige Formalitäten bearbeitet. Bisher wurde das von der Straßenmeisterei übernommen.“ Die zweite Aufgabe sei die Kontrolle der Grenze. Überwacht würden auch geschlossene Grenzübergänge und der Grenzverlauf dazwischen.

„Es gibt wenig Rückmeldung aus der Bevölkerung, diese ist aber durchaus positiv“, sagt Schubert. Übernachtet wird in der Kaserne Weitra und in privaten Unterkünften wie Gasthäusern, um die Anreise zu verkürzen. Man könne sonst auch nicht die Hygieneregeln einhalten. Oberste Priorität habe nach wie vor der Schutz vor Corona und dessen Weiterverbreitung. Schubert unterstreicht: „Andernfalls wäre der Assistenzeinsatz nicht gewährleistet.“

Einsatz bis Ende Juli geplant

Der Einsatz in jetziger Form werde übernächste Woche abberufen. „Bisher waren Grundwehrdienende, deren Dienst Ende April enden sollte und verlängert wurde, im Einsatz, und natürlich Berufssoldaten. Ende Mai werden sie nun abgelöst durch eine Kompanie von Milizsoldaten, die am 4. Mai eingerückt ist.“ Geplant sei ein Einsatz bis Ende Juli. Wie lange der Einsatz tatsächlich dauert, hänge aber auch von der Bundesregierung und der Polizei ab.