Von Berg bis Kleinhaugsdorf: Soldaten geschult. Organisation der Kontrollen an Grenzübergängen in Niederösterreich obliegt dem Gmünder Bezirkshauptmann Stefan Grusch.

Von Karin Pollak. Erstellt am 20. April 2021 (05:49)
Die meisten Grenzübergänge des Landes – im Bild jener im Access-Industrial-Park Gmünd – sind seit etlichen Wochen verbarrikadiert. Jene, die offen sind, werden unter Gmünder Koordination kontrolliert.
M. Lohninger

Zwölf Grenzübergänge in Niederösterreich werden derzeit von Soldaten kontrolliert. Die Organisation dafür liegt beim Gmünder Bezirkshauptmann Stefan Grusch – und das schon seit einem Jahr.

„Wir im Bezirk Gmünd haben mit der Grenze viel Erfahrung, diese können wir bei der Organisation der Grenzkontrollen in den Bezirken, die an Tschechien und die Slowakei angrenzen, nützen“, betont Bezirkshauptmann Grusch. Die Vernetzung dieser Bezirke sei dabei seine Aufgabe. „Ich versuche, die Zusammenarbeit zwischen Bundesheer und Polizei in allen betroffen Bezirken zu vereinheitlichen. Das funktioniert sehr gut.“ Da die Soldaten, die im Grenzeinsatz stehen, immer wieder wechseln, brauche es eine ständige Einschulung. „Diese übernimmt unser Jurist Hadmar Senk. Er schult die Soldaten direkt in Wien, Allentsteig usw. ein – also dort, wo sie ihren Dienst versehen.“

Zur Aufgabe von Stefan Grusch als Koordinator der Grenzkontrollen in Niederösterreich gehört auch, die erforderlichen Maßnahmen mit dem Sanitätsstab abzuklären. „Da geht es etwa darum, wer überhaupt, mit welchen ärztlichen Zeugnissen und dergleichen nach Österreich einreisen darf. Die Soldaten sind ja für die Gesundheitsbehörde tätig“, erklärt er.

Wichtig sei ihm, dass es zwischen den Bezirkshauptmannschaften eine Abstimmung gibt. „Denn wenn es zu Fällen kommt, bei denen die Soldaten Unterstützung brauchen, dann sind die juristischen Journaldienste der jeweiligen Bezirkshauptmannschaften zuständig. Diese sind rund um die Uhr erreichbar.“ Diese Zusammenarbeit zwischen Bundesheer, Polizei und Behörde funktioniere sehr gut: „Ich mag einfach Zusammenarbeit“, betont Grusch. Dazu fährt er auch wöchentlich die Grenzübergänge ab und macht sich selbst ein Bild von der aktuellen Situation. „Dabei weise ich die Soldaten speziell an, die Einreisenden streng zu kontrollieren. Wir wollen keine Corona-Infektionen über die Grenze holen.“