Vizebürgermeister: VP-Wurz folgt Rupert Bachofner. Bei der konstituierenden Sitzung wurde Rainald Schäfer (SPÖ) wieder Hirschbacher Bürgermeister, mit Ernst Wurz von der ÖVP gibt es aber einen neuen Vize.

Von Karin Pollak. Erstellt am 20. Februar 2020 (06:29)
Der Gemeinderat von Hirschbach ist für die nächsten fünf Jahre fixiert. Im Bild hinten von links: Martin Gabler (ÖVP), Pia Spatschek-Bachhofner (Liste), Manfred Böck (ÖVP), Carina Berger (Liste), Michael Kugler (Liste), Lisa Scherzer (ÖVP), Michael Groß (SPÖ), Markus Weinberger (Liste), Guntmar Müller (SPÖ, neu), Martin Thor (SPÖ); vorne: die geschäftsführenden Gemeinderäte Roswitha Berger (SPÖ), Kurt Zeilinger (SPÖ) und Rupert Bachhofner (Liste) mit Bürgermeister Rainald Schäfer (SPÖ) und Vizebürgermeister Ernst Wurz (ÖVP) in der Mitte.
Gemeinde Hirschbach

Zum „roten“ Bürgermeister Rainald Schäfer gesellt sich jetzt ein „türkiser“ Vizebürgermeister: Ernst Wurz von der ÖVP erhielt bei der konstituierenden Sitzung am 17. Februar doppelt so viele Stimmen (10) wie der bisherige Vize Rupert Bachhofner (5) von der Liste Hirschbach.

„Mit der ÖVP geht es leichter“

„Wir haben bei der Wahl zwar knapp, aber doch die Stimmenmehrheit erreicht und stellten auch den Bürgermeisteranspruch. So sind wir mit der Liste Hirschbach und der ÖVP in Sondierungsgespräche gegangen“, erklärt Rainald Schäfer, der seit 2011 Bürgermeister ist. „Wir sind zum Schluss gekommen, dass die in den nächsten Jahren auf die Marktgemeinde zukommenden Herausforderungen wie Finanzen, Kindergarten, Schule, Pflege, etc. mit der ÖVP leichter zu bewältigen sein werden“, begründet der alte und neue Bürgermeister den Wechsel beim Vizebürgermeisterposten.

Wahlgewinner ÖVP übernimmt Verantwortung

Der neue Vizebürgermeister Ernst Wurz unterstreicht Schäfers Gedanken und meint weiters: „Nachdem die ÖVP der einzige Wahlgewinner war, sind wir bereit, Verantwortung zu übernehmen. In Kooperation mit allen Gemeinderatsfraktionen wollen wir bestmögliche Lösungen für die Bürger bieten. Es gibt viel zu tun.“

Als „Niederlage“ möchte der bisherige Vizebürgermeister Rupert Bachhofner, er hatte dieses Amt zehn Jahre inne, seine Abwahl nicht bezeichnen. „Ich wollte nicht mehr in dem alten Fahrwasser weitermachen, sondern etwas Neues. Das ist nicht gegangen. Ich bin kein Sessel picker, deshalb habe ich kein Problem damit, dass ich jetzt als geschäftsführender Gemeinderat weitermache“, sagt er. „Ich werde mit Argusaugen auf die Gemeinde schauen, das ist mir meine Gemeinde wert, ich bin ja meinen Wählern verpflichtet.“

Keine Ausschüsse mehr

Sowohl die SPÖ mit den sechs Mandaten, die ÖVP mit vier Mandaten als auch die Liste Hirschbach mit fünf Mandaten wollen konstruktiv zusammenarbeiten.

Neben Rupert Bachhofner fungieren Roswitha Berger und Kurt Zeilinger, beide von der SPÖ als geschäftsführende Gemeinderäte. „Es gibt keine Ausschüsse mehr, außer dem Prüfungsausschuss“, zeigt Schäfer auf. Diesem gehören Karina Berger (Liste Hirschbach), Martin Thor (SPÖ) und Manfred Böck (ÖVP) an. „In 14 Tagen erstellen wir bei einer Koalitionssitzung das Arbeitsprogramm 2020“, so Schäfer zu weiteren Schritten.