Entspannung auf hohem Niveau im Bezirk Gmünd. Höhen der ersten Apriltage sind vorbei, Gmünd bleibt aber überm Schnitt.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 22. April 2021 (05:50)
Schilderwald: Noch einige Tage gehts in der Übergangszeit an Glasfaser-Pionier NBG (rotes Gebäude) vorbei abwechselnd zur Impfstraße der Stadt Gmünd und zum Impfzentrum des Landes NÖ.
Petra Suchy, Petra Suchy

Weiterhin auf und ab geht es hinsichtlich Coronavirus im Gmünder Bezirk. Der scharfe Lockdown bleibt zumindest nicht komplett ohne Auswirkungen: In Summe sank die Zahl der aktiv Infizierten seit den ersten Apriltagen, als der Amaliendorfer Geburtstags-Cluster am Höhepunkt angelangt war, von mehr als 190 bis Dienstag auf etwa 115.

Die zwecks Vergleichbarkeit auf 100.000 Einwohner hochgerechnete „7-Tages-Inzidenz“ lag im Bezirk bei NÖN-Redaktionsschluss bei 210, Gmünd verließ damit das bundesweite Spitzenfeld wieder. Die Gemeinden Waldenstein und St. Martin hatten davor im Bezirk die höchsten Inzidenzwerte, laut Behörde jedoch jeweils klar unter 1.000.

Meldungen über einen Cluster in einem Handwerksbetrieb kann Bezirkshauptmann Stefan Grusch nicht bestätigen. „Es gab einen Fall mit mehreren Infizierten nicht nur im Gmünder Bezirk“, sagt er. Aber: Insgesamt liege die Zahl der Infektionen in dem Betrieb – dem Vernehmen nach ein großer Arbeitgeber mit mehreren Betriebsstätten – im einstelligen Bereich. Falsch seien auch Gerüchte, wonach eine Abteilung behördlich geschlossen wurde, so Grusch. Möglich sei, dass durch die Quarantäne von Infizierten und Kollegen als Hochrisiko-Kontakten einfach verfügbares Personal fehle.

54 Einwohner des Bezirkes sind bisher im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, die aktuell Jüngsten entfielen laut Bezirkshauptmann Grusch auf die Jahrgänge 1956 und 1958.