Not macht Betriebe in Gmünd erfinderisch. Viele Betriebe sind auch in der Bezirksstadt zu. Im Hintergrund laufen aber viele Initiativen, um am Ball zu bleiben.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 04. April 2020 (05:33)
Die Lokale bleiben geschlossen, die Plätze leer.
Teresa Lobinger

Mehr als zwei Wochen, nachdem zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie Gastronomie und große Teile des lokalen Handels geschlossen wurden, ist auch die Bezirkshauptstadt Gmünd optisch in einen Dornröschenschlaf gefallen.

Die Krise stellt die Geschäftsleute vor eine schwere Prüfung, ihr Obmann Peter Ruzicka bläst aber bereits zur Offensive: Er ruft gerade jetzt dazu auf, für das Ostergeschenk heuer auf den Gmünder Einkaufsscheck zurückzugreifen. „Er kann einfach bei den Banken gekauft werden und setzt ein wichtiges Zeichen der Unterstützung des Gmünder Handels.“ Es gelte jetzt, alles daran zu setzen, Gmünd als lebhafte Einkaufsstadt zu bewahren.

Loyalität und Identifikation

Die Not habe unter den lokalen Geschäftsleuten Kräfte freigesetzt, sie im Ringen um den Erhalt zumindest geringer Umsatzzahlen Neues probieren oder Bestehendes verstärken lassen, betont der „Echt Gmünd“-Obmann. Internet-Auftritte wurden herausgeputzt, Serviceleistungen verbessert, die Bestellung per Mail oder Telefon und Auslieferung wurde oft zum Standard. Kooperationen wurden geschlossen. Das Feedback der Händler und Kunden zeuge trotz Coronakrise von Loyalität und Identifikation.

Dieses Miteinander sei eine starke Kraft, sagt Bürgermeisterin Helga Rosenmayer. Auch sie appelliert an die Bürger, bei Ausgaben zuerst das Angebot vor der eigenen Haustür zu prüfen: „Unsere Wirtschaftsbetriebe sind weit über die Bezirksgrenzen hinaus beliebt und bekannt. Unterstützen wir sie in den kommenden Wochen und Monaten besonders! Unsere heimischen Betriebe tragen wesentlich zur Lebensqualität, Vielfalt und wirtschaftlichen Stabilität in unserer Region bei.“