Corona: Palmenhaus als Sitzungssaal. Der Gemeinderat trifft in historischen Gemäuern zusammen. Strandbad: Start ist am 29. Mai!

Von Markus Lohninger. Erstellt am 15. Mai 2020 (05:11)
Im Palmenhaus werden nächste Woche Entscheidungen getroffen.
F: ml

VP-Klubchef Martin Preis hatte es in der NÖN anklingen lassen, nun ist es fix: Kommende Woche wird der 29-köpfige Gmünder Gemeinderat erstmals eine Sitzung im historischen Palmenhaus abhalten, um hinsichtlich Corona auf Nummer sicher zu gehen.

Die Entscheidung sei nach ausführlicher Beratung über die Gewährleistung der Sicherheits-Abstände getroffen worden, sagt VP-Bürgermeisterin Helga Rosenmayer, „ich bin froh, wenn wieder eine zumindest halbwegs normale Sitzung stattfinden kann“. Vor dem Sommer möchte sie wenn möglich noch eine zweite Sitzung einberufen.

Der Stadtrat kam seit Corona nur auf virtuelle Weise zusammen – die Beschlüsse wurden per „Umlauf“ mit ausgeschickten Themen und Abstimmungs-Möglichkeiten per Mail gefasst. Letzteres war während der vorigen Woche möglich, danach wurde ausgewertet.

Gemeindeleben läuft wieder an

Los geht es nicht nur politisch, sondern auch mit Gemeinde-Einrichtungen, für deren Comebacks nun die Zeiten feststehen. Den Anfang machte am 11. Mai die Öffnung aller öffentlichen Spielplätze und WC-Anlagen.

Mit 18. Mai soll am Stadtamt – mit MNS-Pflicht, Desinfektion und Abständen – der Parteienverkehr aufgenommen werden (wochentags 8-12, dienstags auch 13-17 Uhr). Die Voranmeldung unter 02852/52506-101 wird empfohlen. Auch ab 18. Mai soll die Stadtbücherei öffnen, allerdings vorerst nur für Rückgabe und Entlehnung von Büchern. Ausgeliehene Bücher wurden automatisch bis Monatsende verlängert (kostenlos).

Ein markantes Datum soll indes Freitag, der 29. Mai, werden, für den der Start der bereits sechsten Saison im Gmünder Strandbad anvisiert wird. Auch der Kiosk soll ab diesem Tag wieder durch die Stadtgemeinde für die Öffentlichkeit betrieben werden.

Anfang Juni soll es in Stadtmuseum, Haus der Gmünder Zeitgeschichte, Glas- und Steinmuseum losgehen, wobei Führungen zunächst nur mit maximal neun Teilnehmern gestattet sein werden. Auch im Jugendzentrum wird der Neustart für Anfang Juni ins Auge gefasst.

Am längsten wird es im Veranstaltungswesen „bitte warten“ heißen: Bis vorerst Ende Juni will die Stadt weder selbst einladen, noch ihre Räumlichkeiten inklusive dem Palmenhaus zur Verfügung stellen. Die Gemeinderats-Sitzung am 19. Mai bildet die Ausnahme – sie ist öffentlich, Zuhörer sind also gestattet.