Gmünder Autofahrerin pflügte durch Beton. Lenkerin aus Gmünd übersah am Donnerstagvormittag Betonierungsarbeiten auf Tankstelle. Sie fuhr mit ihrem Pkw meterweit durch den aufgebrachten Beton.

Von Markus Füxl. Erstellt am 03. Oktober 2019 (14:04)
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Die Arbeit war umsonst: Eine Gmünder Autofahrerin übersah Betonierungsarbeiten auf der Tankstelle in Eichberg.

Da staunten die Maurer auf einer Tankstelle in Eichberg nicht schlecht: Sie waren am Donnerstagvormittag damit beschäftigt, eine Platte auf der Tankstelle neu zu betonieren. Eine Autofahrerin fuhr plötzlich durch den frisch aufgebrachten Beton. „Wir haben noch alle gewunken und gerufen, aber die ist einfach durchgefahren“, sagt Johann Leutgeb. Er betreibt eine Filiale für landwirtschaftliche Fahrzeuge, die Tankstelle mit Shop ist am Areal angeschlossen.

Um die 25 Jahre alte Tankstelle weiter betreiben zu können, seien die Betonarbeiten nötig geworden, betont Leutgeb. Die Arbeiten dazu liefen seit Montag. Extra abgesperrt war die Tankstelle am 3. Oktober nicht, er räumt aber ein: „Der Mischwagen hat die Zufahrt abgesperrt. Das sieht eigentlich jeder, dass dort gearbeitet wird.“

Die Autofahrerin – Leutgeb schätzt sie auf etwa 60 Jahre – dürfte trotzdem ein Schlupfloch gefunden haben. „Das verstehe ich nicht. Da brauchst eine Lizenz dafür“, sagt er verärgert. Auch Tankautomatenbetreuer Said Ljubijankic sagt: "So etwas sehe ich zum ersten Mal in meinem Leben." Er verstehe nicht, warum die Frau über die gesamte Fläche fuhr: "Das war eine komische Aktion. Warum ist sie nicht stehen geblieben?"

"Hätte ihr zwei Stunden Arbeitszeit verrechnen sollen!"

Nachdem die Frau mehrere Meter durch den frischen Beton gefahren ist, stieg sie laut Aussage von Leutgeb aus. „Sie war wütend und hat uns gefragt, ob wir spinnen, weil wir keine Stoptafel angebracht haben. Sie war richtig aufmüpfig und wollte grob werden."

Für die Beteiligten ging der Unfall am Ende glimpflich aus. Ein Autoaufbereiter am Areal säuberte das Auto. „Die Lenkerin ist dann abgefahren. Eigentlich hätt‘ ich ihr zwei Stunden Arbeitszeit der Maurer verrechnen sollen“, sagt Leutgeb. Er ist glücklich, dass sich der Schaden in Grenzen hält. Auch die Schäden am frischen Beton waren bis am Nachmittag bereits ausgebessert.