Gmünd-Stadt: „Lkw-Verbot light“ zeigt Wirkung. Teilweise Rückkehr zu Lkw-Verbot durch die Stadt Gmünd nach der Corona-Intensivphase: Erlaubt ist derzeit nur Schwerverkehr mit Start oder Ziel in einem der Grenzbezirke. Das entspannte die Situation, sagt der Bezirkshauptmann.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 19. Mai 2020 (10:57)
In Gmünd-Böhmzeil befindet sich derzeit einer von nur zwei offenen Grenzübergängen nach Tschechien im Bezirk. Für überregionalen Schwerverkehr wurde er nun wieder dicht gemacht.
M. Lohninger

In der Stadt Gmünd, wo das Lkw-Transitverbot wegen der coronabedingten Reduktion der Grenzübergänge durch Tschechien auf Grametten (Gemeinde Reingers) und Gmünd-Böhmzeil vorübergehend außer Kraft gesetzt werden musste, beruhigte sich die Lage hinsichtlich Schwerverkehr nach etlichen Klagen aus der Bevölkerung im Lauf der vergangenen Woche wieder.

Bezirkshauptmann Stefan Grusch setzte nämlich angedrohte Verschärfungen wegen überladener Gefährte, die der Waage in Grametten durch den Umweg über Gmünd aus dem Weg gingen, vorige Woche um: Schwerverkehr etwa für die Verbindung Prag-Wien wird in Gmünd nicht mehr ins Land gelassen. Erlaubt ist hier laut Grusch ausnahmsweise bis zur Öffnung des Überganges Halámky-Nagelberg an der B2 noch Quell- bzw. Zielverkehr der Bezirke Gmünd und Neuhaus (Jindřichův Hradec).

„Die Situation in der Stadt wurde daher erträglicher, die Zahlen gingen zurück“, sagt der Bezirkshauptmann. An der für Schwerverkehr verbliebenen Verbindung über Grametten solle aber verstärkt auf die Einhaltung der Disziplin im Verkehr geachtet werden.

Sattelzug aus Estland gestoppt

Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft Krems und Bezirkshauptmannschaft fasste etwa vorige Woche der Lenker eines Sattelzuges aus Estland nach dem Passieren der Staatsgrenze bei Grametten aus. Bei der Fahrzeug- und Lenkerkontrolle im Zuge von Schwerverkehrskontrollen der Polizeiinspektion Gmünd wurde nicht nur mangelnde Ladungssicherung festgestellt: Der 37-jährige Fahrer gestand laut Polizei auch, den Sattelzug mehrmals ohne gesteckte Fahrerkarte gelenkt zu haben. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden hinsichtlich einer Diversion 400 Euro eingehoben, plus 1.000 Euro als vorläufige Sicherheitsleistung wegen Übertretungen des Kraftfahrgesetzes.