Ärger um die Totalsperre in Karlstift. Lenker beschweren sich über Umfahrung. „Gab keine bessere Alternative“, so Sprecher.

Von Markus Füxl. Erstellt am 17. August 2019 (10:40)
Karl Tröstl
Die großräumige Umleitung in Karlstift sorgte zuletzt fürÄrger bei einigen Verkehrs-teilnehmern.

Die Großbaustelle an der B41 und B38 in Karlstift – einem Nadelöhr zwischen den Bezirkshauptstädten Gmünd, Zwettl und Freistadt – hat zuletzt einige Autofahrer verärgert. So gingen bei der NÖN mehrere Anrufe aufgebrachter Lenker ein, die sich über die großräumige Umleitung beschwerten. Ein Anrufer sprach dabei sogar von 60 Kilometern, die er wegen Umleitungen von der bereits als Umleitung ausgewiesenen Strecke zusätzlich zurücklegen musste. Die NÖN fragte bei Gerald Bogg, Leiter der Straßenbauabteilung 8 in Waidhofen, nach.

„Ich verstehe den Unmut vieler Autofahrer. Eine Straße kann man aber leider nicht vorbereiten und einfach einfliegen. Wenn ich eine Küche umbaue, muss ich auch ein paar mal woanders essen gehen“, sagt er. Die Umleitung erfolgt über Groß Gerungs, Arbesbach nach Liebenau und Sankt Oswald nach Freistadt.

Von Freistadt kommend ist die B38 bis Gugu befahrbar. Dann erfolgt die Umleitung über einen Güterweg nach Liebenau und analog der Umleitung in Richtung Weitra. Laut Bogg beträgt die Umleitungslänge 25 Kilometer. „Die kommen einem natürlich gleich wie 50 vor, wenn ich sie als Umfahrung fahren muss“, sagt er. Bei der Umleitungsstrecke habe es keine kürzere Alternative gegeben.

Zwischen den Sperrtagen ist die Ortsdurchfahrt halbseitig mit maximal 30 km/h befahrbar, eine Ampelregelung wurde eingerichtet. Auf die Kritik vieler Autofahrer, warum die Straße ausgerechnet in der Ferienzeit gesperrt wird, sagt Bogg zur NÖN: „Damit fallen die vielen Schulbusse weg. Bei niederrangigen Straßen bekommt man nur sehr schwer Bewilligungen für Straßensperren außerhalb der Ferienzeit.“

Nächste Totalsperre schon ab 19. August

Die Ortsdurchfahrt wurde bereits von 23. bis 31. Juli komplett gesperrt. Von 19. bis 21. sowie 26. bis 28. August folgen weitere Komplettsperren. „Mit insgesamt 16 Sperrtagen sind wir schon am Limit. Schneller geht es einfach nicht“, sagt Bogg.

Als Nächstes wird eine Asphaltrecyclingschicht aufgetragen sowie das Mischgut ausgebracht. Ab dem 29. August erfolgen Nebenarbeiten, etwa Gehsteige und Parkstreifen.