Polizei spricht Lob für Disziplin aus. Von Regierung gesetzte Maßnahmen werden weitgehende eingehalten.

Von Michael Schwab, Markus Füxl, Karin Pollak und Thomas Weikertschläger. Erstellt am 25. März 2020 (04:11)
Der Waidhofner Bezirkspolizeikommandant Paul Palisek ist zufrieden mit dem Verhalten der Bevölkerung.
Schwab

Zumindest im Waldviertel hält sich die Bevölkerung weitgehend an die Corona-Verordnungen. Das bestätigen die Bezirkspolizeikommandanten von Gmünd, Horn, Waidhofen und Zwettl. Bisher ging es noch ohne Anzeigen ab.

Derzeit seien die Beamten vorwiegend mit Streifenfahrten und -gängen beschäftigt. „Wir zeigen Präsenz, kontrollieren und informieren“, fasst Bezirkspolizeikommandant Wilfried Brocks für Gmünd zusammen. Auffällig sei aber, dass aus der Altersgruppe der besonders gefährdeten älteren Personen immer wieder Vertreter anzutreffen seien. Gerade die sollten jetzt aber Hilfe von Angehörigen und Unterstützern in Anspruch nehmen. Sein Zwettler Kollege Rudolf Mader ergänzt, dass „bisher alle vereinzelten Vorfälle ruhig geklärt werden konnten. Ich hoffe, dass das auch so bleibt.“

Hamsterkäufer kamen zur Ruhe

Im Bezirk Horn läuft laut Erwin Eisenhauer „alles komplett problemlos ab“. Kleine Probleme, die sich unmittelbar nach Verkündung der Maßnahmen in den Supermärkten ereignet haben, seien abgeflaut, nachdem „Hamsterkäufer“ gemerkt hätten, dass es auch weiter täglich Lebensmittel zu kaufen gibt.

Waidhofen: Eine Gruppe aufgelöst

Nur von einer Beanstandung wegen eines Verstoßes gegen die Ausgangsbeschränkungen in Waidhofen spricht Paul Palisek: „Wir hatten eine Gruppe junger Leute am Arbeiterkammerparkplatz, die wir aufgelöst haben. Sonst halten sich die Leute vorbildlich an die Regeln.“

Die eigenen Beamten seien derzeit im Umgang mit den Leuten aber noch vorsichtiger als gewohnt, sagte Eisenhauer. „Sie wissen, dass derzeit neben dem Lebensmittelhandel, Pflege- und Gesundheitsbereich auch von der Polizei viel abhängt.“ Die Urlaubssperre für Polizeibeamte werde akzeptiert, ergänzte Mader: „Natürlich haben sie keine große Freude damit. Die Situation erfordert das jetzt einfach.“

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