Ganz Wien blickt wieder ins Waldviertel. Einmal im Jahr zeigen mehr als hundert Aussteller am Wiener Rathausplatz, was das Waldviertel von lukullischen Spezialitäten über Sehenswürdigkeiten, Naturerlebnisse oder Urlaube bis zu den Themen Wohnen, Arbeiten und Leben so ausmacht.

Von Markus Lohninger. Erstellt am 11. September 2019 (16:23)

Am 11. September wurde in Anwesenheit von Nationalrats-Präsident Wolfgang Sobotka, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Niederösterreichs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf bei Prachtwetter die bereits 16. Auflage der „waldviertelpur“ eröffnet.

Der Wiener Bürgermeister Ludwig strich dabei den „sehr guten Kontakt zwischen Wien und dem Waldviertel“ hervor, man lasse sich von den Ländern „sicher nicht auseinander dividieren“. Das Waldviertel sei als nahes Ausflugsziel für die Einwohner der lebenswerten Stadt Wien attraktiv – „mit einer unberührten Natur, wie es sie in Europa sonst fast nicht mehr gibt“.

"Hier weiß man noch, dass Zuprosten mehr wert ist als das Posten im Internet"

Nationalrats-Präsident Sobotka, selbst Mostviertler, beschrieb Wien aufgrund des regen Bevölkerungsaustausches gleich als „größte Waldviertler Stadt. Jeder Wiener hat einen Waldviertler Großvater oder Onkel.“ Seine eigene Mutter stamme aus Raabs/Thaya ab.

Bescheidenheit, Klugheit, Gastfreundschaft und Zusammenhalt seien wesentliche Eigenschaften von Waldviertlern, attestierte Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf: „Hier weiß man noch, dass Zuprosten mehr wert ist als das Posten im Internet.“ Bei der „waldviertelpur“ wird das freilich bevorzugt mit Schremser oder Zwettler Bier getan.

Zur Einstimmung auf den Eröffnungsakt hatte die Waldviertler Sparkasse am Vormittag unter dem Motto „Wirtschaft trifft Politik – Waldviertel trifft Wien“ ins nahe Palais Niederösterreich geladen.

So geht es bei der „waldviertelpur“ bis Freitag weiter: Das Programm.