Ideen für Wasserversorgung in St. Valentin gesucht. In St. Valentin soll künftig vermehrt Regenwasser genutzt werden. Bei einem Expertentag werden Ideen gesammelt.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 19. Juli 2019 (03:36)
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„Wasser ist die kostbarste Ressource, die wir haben, aber keine endlose Ressource“, warnt Andreas Pum und appelliert an alle, künftig die Regenwassernutzung zu forcieren.

Auch wenn der Regen der letzten Tage für etwas Entspannung sorgte, werden die immer heißer und trockener werdenden Sommer für Landwirte und Gemeinden schön langsam zur Herausforderung.

„Wir haben grundsätzlich das Glück, dass wir hier den Enns/ Donau-Grundwasserbegleitstrom haben, der enorm mächtig ist und damit viel Sicherheit gibt. Aber in den letzten Jahren ist der Grundwasserspiegel auch bei uns um einen Meter gesunken“, sieht Stadtrat Andreas Pum für St. Valentin Handlungsbedarf.

Um Versorgungsspitzen zu schaffen, müssen derzeit bei extrem hohem Wasserverbrauch rund tausend Kubikmeter pro Tag von Ernsthofen zugekauft werden. Im April und Mai lässt die Befüllung der Pools den Verbrauch in die Höhe schnellen, danach das Gießen der Gärten. „Wenn die Sonne untergeht, bleiben die Verbräuche derzeit konstant hoch oder steigen sogar“, hat Pum beobachtet.

Regenwasser vermehrt nutzen

Um dem steigenden Wasserbedarf Herr zu werden, gibt es in Pums Ausschuss das Bestreben, künftig die Regenwassernutzung forcieren zu wollen. „Wir werden im Herbst einen Expertentag abhalten, um Möglichkeiten und Ideen zu sammeln“, erklärt Pum. Den Haushalten sollen danach als Anregung Projekte und Investitionen empfohlen werden.

Um in Zukunft bei der Trinkwasserversorgung auf Nummer sicher zu gehen, hat Pum auch Änderungen bei der gemeindeeigenen Brunnenanlage in Au ins Auge gefasst. „Valentin wird wachsen, die Pools werden nicht weniger, die Trockenheit wird mehr und Anfragen von Nachbargemeinden sind da“, erläutert Pum.

Daher gibt es die grundsätzliche Entscheidung – auch wenn es derzeit noch keinen wirklichen Engpass gibt – beim Brunnen den Konsens von 30 auf 40 Liter/Sekunde zu erhöhen. „Das wollen wir in den nächsten Jahren in Angriff nehmen“, stellt Andreas Pum klar.