E-Mobilität: Innovation stärkt den Standort Steyr. Bis zum Jahr 2025 sollen im BMW-Werk in Steyr jährlich 460.000 innovative E-Antriebskomponenten produziert werden.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 22. Juli 2020 (05:01)
Mit der Serienfertigung des E-Antriebsgehäuses sieht Geschäftsführer Alexander Susanek den Standort Steyr gestärkt.
BMW Group

Das BMW-Werk in Steyr stärkt seine Stellung als bedeutender Standort für die Elektromobilität. Das weltgrößte Motorenwerk der BMW-Group fertigt nun exklusiv sämtliche Gehäuse des E-Antriebs des neuen BMW iX3.

Die Besonderheit dabei: E-Motor, Getriebe und Leistungselektronik sind in einer neuen, eigenen E-Antriebskomponente zusammengefasst. „Das hochinnovative Gehäuse spart wertvollen Bauraum und ist, dank des modularen Aufbaus, skalierbar. So können unterschiedliche Baugrößen und Leistungsstufen auf einer Linie gefertigt werden“, sagt Alexander Susanek, Geschäftsführer des Werks in Steyr. Das metallene Gussteil des rund 22 Kilogramm schweren Gehäuses wird im Werk in Landshut hergestellt, im Steyrer Werk erfolgt dann die mechanische Bearbeitung. Bis zum Jahr 2025 soll die Produktionskapazität in mehreren Ausbaustufen auf 460.000 Einheiten pro Jahr gesteigert werden.

Kapazität soll jährlich gesteigert werden

Neben der Fertigung der Gehäuse verfügt das Werk in Steyr aber auch über Kompetenzen in der Entwicklung der neuen E-Antriebe. Beispielsweise werden Elektroantriebe an einem Akustikprüfstand genau analysiert. „Die Schallmessungen, die hier durchgeführt werden, liefern wertvolle Erkenntnisse zur weiteren Optimierung der Bauteile. Die Prüfung des kompletten Antriebsstrangs ist in dieser Form einzigartig und sehr effizient“, erklärt Alexander Susanek, dass man sich dadurch in vielen Anwendungsbereichen den zeit- und kostenintensiven Aufbau eines kompletten Fahrzeugs erspare.

Mit den umfangreichen Investitionen in die Elektromobilität und die Serienproduktion des Gehäuses für E-Antriebe stärkt das Steyrer Werk seine Bedeutung innerhalb des globalen BMW-Produktionsnetzwerks weiter. Das Werk spielt eine zentrale Rolle in der weltweiten Antriebsstrategie „Power of Choice“. Mit diesem Ansatz gibt man den Kunden die Möglichkeit, aus vier unterschiedlichen Antriebstechnologien zu wählen: Neben Benzin- und Dieselmotoren sind das E-Antriebe sowie Technologien wie die Brennstoffzelle.

„Wir in Steyr stehen für Benzin- und Dieselmotoren höchster Qualität. Mit der Serienfertigung des E-Antriebsgehäuses leisten wir nun einen noch umfassenderen Beitrag, um Kunden hochmoderne und gleichzeitig vielfältige Antriebe bieten zu können. Darüber hinaus stärken wir den Forschungs- und Entwicklungsstandort Österreich“, schildert Geschäftsführer Alexander Susanek.