St. Valentin: Mobilität braucht Sitzgelegenheiten. Um auch das Zufußgehen zu beleben, sprechen sich die Grünen für die Errichtung von Grün- und Ruhezonen in der Stadt aus.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 22. April 2021 (05:32)
Zwei kreative Bänke aus alten Baumstämmen wurden vom Bauhof in Herzograd errichtet und sollen einen symbolischen Wert darstellen.
privat, privat

Zwei unabhängige Gruppen arbeiten derzeit daran, Radfahren in St. Valentin sicherer und bequemer zu machen. Geht es nach den Grünen, dann soll auch das Zufußgehen künftig wieder attraktiver gemacht werden.

„In den letzten 20 Jahren hat der Anteil der Fußgänger am Mobilitätsaufkommen dramatisch abgenommen. Wir Grüne sehen es als Aufgabe einer umweltfreundlichen Mobilitätspolitik, auch die Infrastruktur für Fußgänger auszubauen“, erklärt Fraktionssprecher Franz Knöbl.

Dazu brauche es eine „zukunftsorientierte Planung zur Steigerung des Aufenthalts im öffentlichen Raum“, betont der Grün-Stadtrat. Solche Planungen umfassen Sitzgelegenheiten, Grünelemente mit Wasserflächen, Ruhezonen, Schanigärten, öffentliche Toiletten und Spielflächen als Treffpunkt im Alltag der Stadt.

Bänke zum Verweilen fehlen in der Stadt

In St. Valentin brauche es einen Schub bei der Planung. „Bei Neuplanungen und Umgestaltungen ist auf die Interessen von Fußgängern zu achten. Die Attraktivität des Zufußgehens neben dem Radfahren hebt die Frequenz, die Aufenthaltsdauer und die Kaufkraft in der Stadt“, ist Knöbl überzeugt.

Ein lauschiges Bankerl zum Verweilen finde man in der Stadt derzeit kaum, beklagen die Grünen. „In der Innenstadt, zum Beispiel bei der Kutsam-Kreuzung, gibt es nichts“, stellt Knöbl fest. Das solle sich ändern, auch wenn für einen Grünraum etwa ein Parkplatz zu reduzieren sei.

Wie das Projekt umgesetzt werden könnte, steht noch nicht fest. „Es ist eine Grüne Forderung, die erst zum Thema werden muss. Wir bringen es jedenfalls in den Ausschuss“, denkt Knöbl an eine Strategie für die nächsten fünf bis sechs Jahre. Die Ideen Realität werden zu lassen, wird dann letztendlich an ihm und seinem Ressort liegen.