Bessere Wasser-Überwachung in Wolfsbach. Gemeinde modernisiert ihre Wasserversorgungsanlage, um den Mitarbeitern die Kontrolle zu erleichtern. Für kommendes Jahr ist Erweiterung des Leitungsnetzes geplant.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 20. Juli 2019 (03:41)
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Bürgermeister Johann Unterberger bei der Wasserversorgungsanlage der Gemeinde Wolfsbach in Hinterberg. Die Fernüberwachungsanlage soll auf den neuesten Stand gebracht werden.

Die Gemeinde investiert in die technische Ausstattung ihrer Wasserversorgungsanlage. „Unser System ist schon alt und in letzter Zeit ist es vermehrt zu Fehlalarmen gekommen. Es wurde zum Beispiel angezeigt, dass der Hochbehälter bald leer ist, obwohl überhaupt kein Problem vorlag“, berichtet Bürgermeister Josef Unterberger.

Der Gemeinderat hat daher beschlossen, die Fernüberwachungsanlage auf den neuesten Stand zu bringen. Per Tablet wird künftig ein Gemeindemitarbeiter jederzeit die beiden Brunnen, die UV-Anlage, den Hochbehälter und die beiden Drucksteigerungsanlagen im Hochbehälter und in der Schule im Auge haben. Sollten Probleme oder ein Wasserverlust auftreten, wird automatisch Alarm ausgelöst.

Die Gemeinde bringt aber auch zusätzliche Wasserzähler im Leitungsnetz an, um gegebenenfalls einen Bruch schneller lokalisieren zu können.

Verändert wird auch die UV-Anlage. Sie wurde stehend statt liegend montiert, was aber offenbar ihre Lebenszeit deutlich verringert. Und noch eine weitere Verbesserungsmaßnahme ist geplant. „In der Schule werden wir eine neue Drucksteigerungsanlage einbauen, damit sollten die Druckschwankungen in den Haushalten im Ort auch der Vergangenheit angehören“, berichtet Unterberger.

Ausweitung des Wassernetzes geplant

Rund 90.000 Euro investiert die Gemeinde in die Adaptierungsarbeiten.

Im kommenden Jahr ist geplant, das öffentliche Wassernetz auf die Ortschaften Höfart, Erdberg und Loosdorf auszuweiten. Derzeit werden die Häuser dort noch über Brunnen versorgt, doch die länger werdenden Dürrezeiten sorgen da zunehmend für Probleme. „25 Haushalte haben sich derzeit zum Anschluss bereit erklärt, wir werden die Leitung aber natürlich so auslegen, dass wir künftig auch alle Anwesen der Siedlungen versorgen könnten“, sagt der Ortschef.

Im Winter wird die Ausschreibung für die neue Leitung erfolgen, im Sommer nächsten Jahres soll sie dann errichtet werden.