„Warum müssen wir den ganzen Verkehr schlucken?“. Das Interesse und der Andrang waren enorm am gestrigen Mittwochabend im Gasthaus Stolli in Rems. Vertreter der Straßenbauabteilung des Landes Niederösterreich hatten zur Projektpräsentation möglicher Anbindungsstraßen an die geplante neue Donaubrücke geladen.

Von Daniela Führer. Erstellt am 06. Juni 2019 (06:45)

Diese soll laut aktuellen Plänen von 2024 bis 2027 gebaut werden. Insgesamt wurden in einer offenen Planausstellung acht Varianten der Zubringertrasse von dieser Donaubrücke mündend in der bestehenden B1 vorgestellt. Darüber hinaus wurden die Auswirkungen der diversen Trassen auf Flora, Fauna und nicht zuletzt die Bewohner im betroffenen Gebiet mittels Grafiken dargestellt.

„Wir sammeln heute Wünsche, Anregungen und Beschwerden der Bürger und lassen diese in die Projektentwicklung einfließen“, erklärte einer der beiden verantwortlichen Projektleiter Markus Grössinger.

In der „heißen Phase“ der Projektpräsentation gestaltete sich dieses Vorhaben jedoch recht schwierig, zu groß war der Andrang und die Gespräche verliefen mitunter sehr hitzig. „Warum sollen wir in Niederösterreich den ganzen Verkehr schlucken?“ – Diese Frage wurde den rund 15 Mitarbeitern der NÖ Straßenbauabteilung, die für Fragen der Besucher offen standen, an diesem Abend mehrfach gestellt.

Weitere Informationsveranstaltungen geplant

Aber auch die Form der Präsentation wurde von einigen Besuchern kritisiert. „Eigentlich haben wir bis dato stets gute Erfahrungen damit gemacht und wir machen das nun schon seit 15 Jahren so“, zog Grössinger ein erstes Resümee, nachdem sich die Reihen im Saal ein wenig gelichtet hatten.

„Der Andrang war zu groß und die Kritik war breit. Es wird aber sicher noch mehrere Informationsveranstaltungen geben und sollte sich jemand nicht ausreichend gut informiert gefühlt haben: Wir geben gern auch telefonisch Auskunft. Man kann uns jederzeit anrufen“, sagte der Projektleiter.

Einen ausführlichen Bericht über die Informationsveranstaltung, die Pläne, den weiteren Fahrplan sowie Kommentare und Kritik vonseiten der Bürger und der lokalen Politik lest ihr in der kommenden Ausgabe der Haager NÖN.