Keine Scheu vor den internationalen Profis. Die hochkarätige ADAC MX Masters Serie steigert das Selbstbewusstsein von Florian Dieminger und Markus Rammel.

Von Anton Kovacs. Erstellt am 12. Juni 2019 (01:45)
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Selbstbewusst. Florian Dieminger ist in der internationalen Spitze angekommen.

Wie in Möggers zu sehen war, hält Florian Dieminger im Junioren 125 Cup mit der starken internationalen Konkurrenz locker mit. Der Motor der KTM ist auf dem letzten Stand.

„Um in der Qualifikation sechster zu werden muss alles zusammen passen, es darf nicht der geringste Fehler passieren, es darf kein Gegner in die Quere kommen. Wenn sich gleichzeitig 50 Fahrer auf der Strecke befinden, gehört auch das Glück dazu, um eine schnelle Zeit herauszufahren,“ so Florian.

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Zuversichtlich. Motocrosser Markus Rammel ist stets bemüht, das Beste zu geben.

„Auf uns, die wir mit dem bescheidenen Wohnwagentransporter als Unbekannte im internationalen Feld, zwischen den zahlreichen Sattelzügen standen, waren nach der Qualifikation viele Augen gerichtet. Die zahlreichen Teammechaniker können den Fahrern auf der Strecke nicht helfen.

Den Startplatz Platz selber sehr früh aussuchen zu können und nicht auf einen irgendwo warten zu müssen, ist ein mentaler Vorteil,“ meint Vater Gerhard. Markus Rammel fährt im Youngster Cup nicht gegen 99 Luftballons, sondern gegen 99 Heißsporne, die alles daran setzen, sich, ohne Umweg auf den Hoffnungslauf, für die zwei Finalrennen zu qualifizieren. „Das Feld strotz voller schneller Fahrer. Mit Routine und Glück fand ich für meine schnellste Qualifikationsrunde eine fast freie Strecke und kam so auf den sechsten Platz in meiner Gruppe, den elften in der Gesamtwertung, ärgerte mich aber darüber, dass ich im letzten Teilabschnitt Zeit liegen ließ und den möglichen vierten Platz vergab.

Als Privatfahrer mit den Profis mitzuhalten ist nicht einfach, aber für mich erfreulich, machbar. Ich gebe zu, dass meine Nervosität bis zum Umklappen der Startvorrichtung groß war.“Das Echo nach dem neunten Platz in der Tageswertung artete in endlosem Schulterklopfen der gekommenen Seitenstettner aus.„Ich stand plötzlich im Mittelpunkt, umringt von Fotografen. Alles zusammen ein Zeichen, dass meine Leistung beachtet und anerkannt wurde.“