Seitenstetten: Fahrplan „nicht zufriedenstellend“. Seitenstettens Mobilitätsbeauftragte unterbreiten dem Verkehrsverbund Vorschläge zur Verbesserung der Busverbindungen für ihre Gemeinde.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 23. September 2020 (04:50)
Sehen bei den Buslinien in Seitenstetten starkes Verbesserungspotenzial: Michael Kimmeswenger (links) und Erich Pfaffeneder.
Gemeinde

Im Jahr 2022 wird es neue Busfahrpläne des Verkehrsverbunds Ost-Region geben. Im kommenden Jahr werden die Linien ausgeschrieben, damit Busunternehmen sich bewerben können.

Die Kommunen haben die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge einzubringen. Vertreter der Gemeinden Biberbach, Waidhofen, Sonntagberg und Seitenstetten haben sich daher schon im August zu einem Abstimmungsgespräch getroffen. Dabei ging es konkret um die Linien 609 (St. Peter-Amstetten-St. Peter), die Linie 624 (Haag-Seitenstetten-Haag), die Linie 625 Steyr-Seitenstetten-Steyr und die Linie 633 (Waidhofen-Biberbach-Waidhofen).

Die Mobilitätsbeauftragten der Gemeinde Seitenstetten, Grüngemeinderat Erich Pfaffenbichler und ÖVP-Gemeinderat Michael Kimmeswenger, sehen in Seitenstetten durchaus großen Verbesserungsbedarf. Vor allem die Anbindung des Bahnhofes St. Peter/Seitenstetten ans Zentrum lasse zu wünschen übrig.

„Mit Ausnahme der Busse, die nach Unterrichtsschluss die Schüler ,abtransportieren‘, können derzeit kaum Fahrgäste das vorhandene Angebot nutzen“, sagt Pfaffenbichler. Und sogar für die Schüler sei es oft schwierig, die Bahn zu nutzen, weil der Bus erst unmittelbar nach Abfahrt des Zuges am Bahnhof ankomme. „Umgekehrt haben Bahngäste oft keine Möglichkeit, mit dem Bus nach Seitenstetten zu gelangen, weil dieser kurz vor Ankunft des Zuges abgefahren ist“, fügt Kimmeswenger hinzu.

Am Wochenende hätten Reisende überhaupt nur die Möglichkeit, mit der Linie 625 vom Bahnhof nach Seitenstetten zu gelangen, oder umgekehrt. „Für einen Ausflugsort wie Seitenstetten, mit Stift, Hofgarten und dem Bildungszentrum St. Benedikt, ist das kein zufriedenstellender Zustand“, betonten die die beiden Mobilitätsbeauftragten.

Neue Haltestellen in Seitenstetten

Sie haben dem Verkehrsverbund daher nun eine Reihe Verbesserungsvorschläge unterbreitet, wie man es den Bürgern erleichtern könnte, öffentliche Verkehrsmittel häufiger zu nutzen.

„Wünschenswert wäre in Seitenstetten auch die Errichtung von drei neuen Haltestellen, um neue Siedlungsgebiete ans Busnetz anzubinden, aber auch neu entstandene Einkaufsmärkte“, sagt Pfaffenbichler und lädt VOR-Vertreter zu einer Besichtigung der potenziellen Standorte für neue Haltestellen ein. Dies wären: Amstettnerstraße (Kanseringsiedlung), Bahnhofstraße (Lisec-Kreisverkehr) und Steyrer-Straße (Billa-Hofer).