540.000 Euro an Überschuss für Stadt Haag. 2018 gab es Rekordhoch bei Kommunalsteuern. Schulden wurden weiter abgebaut.

Von Daniela Führer. Erstellt am 24. März 2019 (06:11)
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Bürgermeister Lukas Michlmayr und Vizebürgermeister Anton Pfaffeneder, zuständig für die Haager Finanzen, sind zufrieden mit der finanziellen Entwicklung der Gemeinde.

„Es wurden im Vorjahr viele große Projekte umgesetzt. Es ist viel geschehen und dennoch haben wir einen sehr guten Rechnungsabschluss geschafft“, blickt Vizebürgermeister Anton Pfaffeneder, der seit vier Jahren für die Finanzen der Stadtgemeinde zuständig ist, zufrieden auf den Rechnungsabschluss 2018. Dieser wurde bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag der Vorwoche einstimmig angenommen.

„Es herrscht eine große Dynamik in unserer Gemeinde“

2018 wurde ein Rekordhoch bei den Kommunalsteuereinnahmen mit 1,31 Millionen Euro erzielt. „Durch die Ansiedelung etlicher Betriebe in den letzten Jahren stiegen die Kommunalsteuereinnahmen jedes Jahr um sieben bis zehn Prozent“, erklärt Bürgermeister Lukas Michlmayr.

Mit den Rekordkommunalsteuereinnahmen, dem Mehreinkommen aus der Bedarfszuweisung vom Land und möglichst niedrig gehaltenen Ausgaben hatte die Gemeinde im Vorjahr viel Spielraum für Investitionen. Beispielsweise für die Renovierung des Bezirksgerichts.

1,35 Millionen Euro konnten schließlich vom ordentlichen in den außerordentlichen Haushalt überführt werden. Trotz Finanzierung großer Projekte aus dem außerordentlichen Haushalt – allein für den Straßenbau wurde im Vorjahr eine Million Euro in die Hand genommen – blieb am Ende ein Sollüberschuss von 540.000 Euro übrig. Dieser wurde ins Budget 2019 transferiert.

Die Schulden der Gemeinde in der Kategorie 1, die von der Gemeinde direkt zurückgezahlt werden müssen, sanken von 2,5 auf 2,2 Millionen Euro. „Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 399 Euro“, errechnet der Bürgermeister.

Seit genau vier Jahren stehen Michlmayr und Pfaffeneder (beide ÖVP) nun schon an der Haager Gemeindespitze. Ihr persönliches Resümee der letzten Jahre lautet: „Es herrscht eine große Dynamik in unserer Gemeinde. Alle Projekte, die wir im Wahlkampf versprochen haben, wurden abgearbeitet. Mehr noch: Es sind noch einige dazu gekommen. Zum Beispiel wollten wir 100 neue Arbeitsplätze lukrieren. Geworden sind es sogar 150“, zeigt sich Michlmayr zufrieden. Dem pflichtet Pfaffeneder bei: „In den letzten vier Jahren wurde extrem viel umgesetzt und dennoch ist der Schuldenstand laufend gesunken.“