„Für Haag“ überraschte. Bürgerliste überholte SPÖ, die zwei Mandate einbüßte. Lukas Michlmayr machte das Rennen um den Bürgermeister.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 29. Januar 2015 (05:44)
Shakehands der Bürgermeisterkandidaten. Im internen ÖVP-Duell um die Nachfolge von Bürgermeister Josef Sturm konnte sich Lukas Michlmayr (r.) klar gegen Vizebürgermeister Rudolf Mitter, der hier fair gratuliert, durchsetzen. Michlmayr kam auf 679 Vorzugsstimmen, Mitter auf 314. Die ÖVP behielt mit 51,5 Prozent die absolute Mehrheit und ihre 16 Mandate. Foto: Stubauer
NOEN, Stubauer
Zwei Fragen beschäftigten die Haager in den letzten Wochen: Wer wird Nachfolger von Bürgermeister Josef Sturm? Behält die ÖVP die absolute Mehrheit?

Seit Sonntagnachmittag weiß man die Antworten auf diese Fragen. Lukas Michlmayr setzte sich im Rennen um das Bürgermeisteramt klar gegen Rudolf Mitter durch und durfte sich auch über die Beibehaltung der absoluten Mehrheit freuen.

„Von zwei Sitzen haben wir höchstens geträumt“

Für den meisten Gesprächsstoff und die größte Überraschung sorgte aber die Bürgerliste „Für Haag“, die zwei Mandate dazugewann und nun zweitstärkste Partei ist.

„Wir waren vorsichtig optimistisch und hatten viele positive Rückmeldungen in letzter Zeit. Ein Mandat mehr hatten wir uns erhofft, von zwei haben wir höchstens geträumt“, schwebte Spitzenkandidat Martin Stöckler auf Wolke sieben. Einziger Wermutstropfen sei für ihn, dass die absolute Mehrheit der ÖVP nicht gefallen sei.

SP „übersah“ Liste, Freiheitlichen ohne Zugewinne

Wenig glücklich über das Wahlergebnis war man in der SPÖ, die einen Verlust von zwei Mandaten verkraften musste. „Wir haben uns im Wahlkampf nur auf die ÖVP konzentriert und die Liste Für Haag außen vor gelassen und nicht daran gedacht, dass sie auch ein Gegner für uns ist“, gab SPÖ-Vizebürgermeister Peter Gruber zu.

Eines der beiden Mandate sei aber ohnehin in der Luft gehängt, betont Gruber: „Unser achtes Mandat war vor fünf Jahren nur mit drei Stimmen abgesichert.“

Die Freiheitlichen konnten entgegen dem Trend in Haag keine Zugewinne verbuchen und sind weiterhin mit einem Mandat im Gemeinderat vertreten.