Theatersommer-Jubiläum steht auf wackeligen Beinen. Ob der 20. Theatersommer stattfinden kann, muss im April entschieden werden.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 01. April 2020 (03:56)
Intendant Christian Dolezal (rechts), Regisseur Dominic Oley und Darstellerin Daniela Golpaschin wissen noch nicht, ob der „Zerrissene“ heuer wirklich auf der Haager Theaterbühne zu sehen sein wird.
 
Simlinger

Heuer feiert der Haager Theatersommer mit der Nestroy-Komödie „Der Zerrissene“ sein 20-jähriges Jubiläum. Ob dieses auch wirklich stattfinden kann, steht aufgrund der Coronakrise aber noch in den Sternen. „Aus jetziger Sicht lässt sich nicht seriös beurteilen, was die Zukunft bringen wird. Bis Mitte/Ende April müssen wir uns aber definitiv entscheiden“, stellt Theatersommer-Geschäftsführer Gerhard Stubauer klar.

Geschäftsführer Gerhard Stubauer hofft noch auf das Theatersommer-Jubiläum im Jahr 2020.
Simlinger

Damit die Produktion mit der Premiere am 1. Juli starten kann, bedarf es natürlich vieler Vorarbeiten. Zum einen gilt es, ein Bühnenbild für das Stück zu gestalten. „Alles, was geht, ist bereits auf Schiene. Das Bühnenbild kann aber noch nicht konkreter gemacht werden, weil jetzt alle auf Kurzarbeit sind“, schildert Stubauer eines der Probleme, die das Coronavirus mit sich bringt. Der zweite Unsicherheitsfaktor ist die Tribüne. Da die Aufführungen in Haag nicht in einer Halle mit vorhandener Tribüne stattfinden, sondern diese am Hauptplatz erst aufgebaut wird, muss vor Beginn der Arbeiten feststehen, dass der Theatersommer auch wirklich stattfinden kann. Der Aufbau der Tribüne, bei der heuer auch bei der Statik noch nachgebessert werden muss, wäre für Anfang Mai geplant. Mitte Mai sollten dann die Proben für das Jubiläumsstück starten.

Auch ein Plan B wird derzeit geprüft

Momentan tüftelt man in Haag auch an einem Plan B. „Wir prüfen derzeit gerade die Möglichkeiten, eventuell alles um ein paar Wochen zu verschieben, aber da hängt ein großer Rattenschwanz von den Schauspielern bis hin zu den freiwilligen Mitarbeitern daran“, weiß Stubauer um die Schwierigkeiten.

Sollte dies alles nicht möglich sein, wird den Haagern nichts anderes übrig bleiben, als das Jubiläum erst im nächsten Jahr zu feiern. „Wie die Olympischen Spiele. Die heißen nächstes Jahr auch 2020“, schmunzelt Stubauer.