Gemeinderat stellt Weichen für digitale Schule. Die Marktgemeinde investiert 140.000 Euroin den Aus- und Umbau von sechs Klassen in der Mittelschule.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 05. März 2021 (05:47)
Bürgermeister Johann Bruckner freut sich über wichtige Beschlüsse im Schulbereich.
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Beschlüsse für den Schulbereich standen bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag im Mittelpunkt. Abgesehen von einer Stimmenthaltung im Personalbereich wurden alle Beschlüsse dieser Sitzung einstimmig gefasst.

Für das Projekt „digitale Schule“ wurde beschlossen, Investitionen in der Höhe von 140.000 Euro für den Aus- beziehungsweise Umbau von sechs Klassen in der Mittelschule zu tätigen. „Wir investieren mehr als geplant. Bisher wurden im Voranschlag 73.000 Euro berücksichtigt. Durch die Erhöhung der Ertragsanteile im Rahmen des zweiten Gemeindepaketes der Bundesregierung ist es aber möglich, dieses Vorhaben durchzuführen“, erklärt Bürgermeister Johann Bruckner.

Es werden vier „Computerklassen“ geschaffen beziehungsweise renoviert und mit einem neuen Boden, einer Deckenabsenkung und neuer Beleuchtung versehen. „Außerdem werden zwei Klassen neu eingerichtet, weil vorgesehen ist, zwei Klassen der Volksschule in die Mittelschule zu verlegen“, betont Bruckner.

Investiert wird aber auch in die Volksschule. Um in einigen Bereichen noch barrierefrei zu werden, werden drei Plattformtreppenlifte installiert. Beauftragt wurden die drei Liftanlagen im Wert von rund 34.000 Euro bei der Firma Weigl.

Regenwasserzisternen werden nun gefördert

Bürgermeister Bruckner berichtete dem Gemeinderat auch, dass im Gemeindevorstand die Ferienbetreuung für den heurigen Sommer beschlossen wurde. Als Unterstützung der Eltern in den schwierigen Corona-Zeiten gibt es die Möglichkeit, in allen neun Wochen eine Ferienbetreuung um maximal acht Euro pro ganzem Tag in Anspruch zu nehmen. Kindergartenhelferinnen und Stützpersonal in den Schulen werden für diese flexible Betreuung zur Verfügung stehen.

Um die Nutzung von Regenwasser zu fördern, wurde beschlossen, wie in Haag und Behamberg für die Installierung von Regenwassernutzungsanlagen eine Förderung zu gewähren. Diese beträgt pro Kubikmeter bis zu 120 Euro, pro Anlage maximal 1.200 Euro. Sie gilt rückwirkend ab Jahresbeginn.

Die Auszahlung der Förderung erfolgt mittels Westwinkelgutscheinen. Künftig will man bei der Erschließung von Baugründen auf die Niederschlagswasserbewirtschaftung Bedacht nehmen. „Es sollen Richtlinien geschaffen werden, damit die Oberflächenwasserkanäle entlastet werden“, sagt Bruckner. Mit der Planungsfirma IKW wurde bereits Kontakt aufgenommen, um bei den anstehenden Straßenbauprojekten darauf Rücksicht zu nehmen.