500 Kilo Essen pro Woche für Tafel in St. Peter/Au. Jeden Samstag werden zwei Tonnen Lebensmittel im Bezirk verteilt. 500 Kilo davon in St. Peter/Au.

Von Stephanie Turner. Erstellt am 18. Juli 2019 (03:32)
RKNÖ
Bezirksstellenleiterin Katharina Latschenberger sowie Josef Kaltenböck, Teamleiter „Team Österreich Tafel“ mit dem großen ehrenamtlichen Team in St. Peter/Au.

„Es hat sich einiges verändert. Ursprünglich gab es im Bezirk nur eine Ausgabestelle. Mit der zweiten ist selbst jetzt der Andrang immer noch groß“, erzählt Teamleiter Josef Kaltenböck von der Team Österreich Tafel, einer Lebensmittelhilfe von Hitradio Ö3 und dem Österreichischen Roten Kreuz.

140 ehrenamtliche Mitarbeiter im Bezirk

Seit 2010 wird diese kostenlose Lebensmittelausgabe in St. Peter/Au organisiert, seit 2013 zusätzlich auch in Kematen/Ybbs. Ziel ist es, Überschuss und Mangel zusammenzubringen, um so eine verlässliche Anlaufstelle für Menschen in Not zu bilden.

Mehr als zwei Tonnen Lebensmittel werden jeden Samstag von den rund 140 ehrenamtlichen Mitarbeitern an den beiden Ausgabestellen im Bezirk an bis zu 100 Haushalte ausgegeben. Alleine 500 Kilo davon werden wöchentlich in St. Peter/Au verteilt. Laut Kaltenböck sind es in St. Peter/Au zwischen 25 und 35 Kunden pro Woche, die aus allen Altersschichten stammen und aus den umliegenden Gemeinden der Region anreisen.

Die Lebensmittel selbst stammen auch aus der Region. Denn 25 Geschäfte, Bäckereien sowie Supermärkte im Bezirk unterstützen die Aktion und übergeben überschüssige und einwandfreie Lebensmittel an ehrenamtliche Mitarbeiter, die diese wiederum zu den Ausgabestellen bringen.

"Niemand braucht sich zu schämen"

Berechtigt sind jene Menschen, die aufgrund ihrer derzeitigen Einkommenssituation die grundlegend notwendigen Lebenserhaltungskosten nur schwer oder nicht vollständig decken können. Direkt bei den Ausgabestellen wird mit den Kunden ein vertrauliches Gespräch geführt, in dem alle Details besprochen werden. Die Einkaufsberechtigung wird unter bestimmten Voraussetzungen bei den Ausgabestellen direkt vor Ort erteilt.

„Ich bin mir sicher, dass es noch viel mehr Leute gibt, die Bedarf hätten. Diese kennen die Team Österreich Tafel aber entweder noch nicht, oder die Hemmschwelle ist zu groß. Dabei ist Diskretion das oberste Gebot, niemand braucht sich zu schämen“, erklärt Josef Kaltenböck und fügt hinzu: „Wer motiviert ist und auch helfen möchte, ist jederzeit willkommen.“