Volksbank ist "100 Jahre alt und doch blutjung". Volksbank feierte mit einem großen Fest. Stargast am Rathausplatz war der ehemalige Skispringer Andreas Goldberger.

Von Hans Kopitz. Erstellt am 17. September 2019 (04:00)
Hans Kopitz
Bei der Präsentation der Geburtstagstorte: Herbert Gugerell, Johann Bauer, Andi Goldberger, Dominik Neuhold, Wolfgang Keiblinger, Bürgermeister Christoph Artner, Volksbank-Vorstandsvorsitzender Rainer Kuhnle, Wirtschaftsstadtrat Erich Hauptmann, Birgit Reiböck, die durch das Programm führte, Prälat Maximilian Fürnsinn und Anna Redlinghofer (von links).

Die Herzogenburger Volksbank hat in der Vorwoche ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert – und sie feierte zünftig.

„Vor 100 Jahren ist einiges geschehen: Da wurde der Staatsname Österreich beschlossen, Lex Barker wurde geboren – und es gab den ersten Non-Stopp-Flug über den Atlantik. 100 Jahre sind gegenüber dem Stift nur ein Hauch in der Geschichte, für meine 15-jährige Tochter Paulina jedoch uralt“, erklärte Volksbank-Direktor Wolfgang Keiblinger bei der Eröffnung des Festes im Zelt am Schillerring.

Dazu konnte er viele Gäste begrüßen, darunter Bürgermeister Christoph Artner, Dominik Neuhold von der Stadtamtsdirektion, Prälat Maximilian Fürnsinn und zahlreiche Familienmitglieder aus der damaligen Gründergeneration, aus den Familien Grundmann, Schirak, Heigl, Aufhauser und Kittel – sowie Führungskräfte und Ehrenmitglieder der Volksbank wie den Vorstandsvorsitzenden Rainer Kuhnle, Josef Bauer und Helmut Emminger. Stargast dieser Feier war der ehemalige Skispringer Andreas Goldberger, der mit seinen 46 Jahren noch immer wirkt ein Bub mit 18 Lenzen.

„Die Verantwortlichen haben das Haus zu einer Institution in der Stadt gemacht.“ Stadtchef Christoph Artner

Rainer Kuhnle versuchte einen Blick in die Zukunft der Herzogenburger Bank mit ihren 1.600 Kunden. „Es hat sich in den vergangenen Jahren viel geändert, schon allein durch die Digitalisierung, aber eines bleibt: Wir werden uns um das Vertrauen unserer Kunden weiterhin bemühen, die Regionalität leben und die Region unterstützen. Direktor Wolfgang Keiblinger macht es mit seinem Team toll – und wir sind stolz darauf.“

Prälat Maximilian Fürnsinn betonte mit einem Blick auf Goldberger – „Sieben Jahre Ministrant, hoffentlich hat es was genützt“ –, dass man 100 Jahre Dienstleistung durchaus als nachhaltig bezeichnen kann und dass er gerne auf seine Zeit als Aufsichtsrat zurückblickt. Er bedauerte aber die momentane Situation im Finanzwesen. „Die Geld-Wirtschaft hat alles auf den Kopf gestellt und es trifft jene Sparer, die nichts in Aktien anlegen und nicht für späteren Unterhalt vorsorgen können. Wie wird es mit der Pensionsvorsorge weitergehen?“

Bürgermeister Christoph Artner, der, leicht verkühlt, textgebundener als sonst sprach, betonte, dass 100 Jahre Vertrauen verbindet und die Verantwortlichen das Haus zu einer Institution in der Stadt gemacht haben – und Direktor Wolfgang Keiblinger sagte, dass sich die Volksbank mehr als ein Geldinstitut ist, es werde sich auch in Zukunft für den Sport und den Umweltschutz einsetzen – und die Herausforderungen meistern.

Stargast Andreas Goldberger, der wie ein junger Hirsch auf die Bühne sprang, erzählte in lockerer Weise, warum er bei der großen Volksbank-Familie dabei ist, stellte den „Wings für Life World Run“ und den „Goldi-Talente-Cup“ vor – und betonte lachend, dass seine beiden Söhne, dreieinhalb und zwei Jahre alt, schon jetzt großen Bewegungshunger haben und dass er hofft, dass sie auch einmal sportlich in seine Fußstapfen treten.

Auszeichnungen für Heigl, Schmidtbauer

Baumeister Franz Heigl wurde mit dem Ehrenzeichen in Gold und Hans-Peter Schmidtbauer mit der Schulze-Delitzsch-Medaille in Gold ausgezeichnet. Die Stadtkapelle umrahmte die Feier musikalisch.

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