NÖN-Exklusiv: Sprengstoff-Vandalen im NÖ Zentralraum. Zwei Bezirke, bisher vier Fälle. Täter sind noch unbekannt.

Von Alex Erber und Christian Gölss. Erstellt am 17. August 2019 (13:18)
Christian Gölss
Kapellns Bürgermeister Alois Vogl (links) ist entsetzt: „Ich hoffe, dass die Vandalen rasch ausgeforscht werden!“
 

Fassungslos fanden die Betreiber der Hütte am Landesmittelpunkt in der Marktgemeinde Kapelln das zerfetzte Mobil-WC am Samstagmorgen vor. Unbekannte Täter haben über Nacht das Klo in die Luft gesprengt und so einen immensen Schaden angerichtet.

Bürgermeister Alois Vogl Eigentümervertreter erstattete Anzeige bei der Polizeiinspektion Herzogenburg.

Dies ist schon der zweite Zerstörungsakt an den beliebten Aussichtspunkten in der Marktgemeinde Kapelln. Wurde vor kurzen erst der schöne Kastanienbaum am Halterberg – just am Ort der „Andreas-Friedenswarte“ – ruiniert, fand nun mit der WC-Sprengung am Mittelpunkt die Freisetzung krimineller Energie seinen Höhepunkt.

Wie sich herausstellte, war die Sprengung der Toilette kein Einzelfall. Offenbar zogen die Täter weiter in den Bezirk Tulln oder sie kamen von dort: In Trasdorf (Gemeinde Atzenbrugg/Heiligeneich) sprengten die Rowdys einen Müllbehälter aus Metall, in Hasendorf (Gemeinde Sitzenberg-Reidling) ein Autobuswartehäuschen und in Plankenberg (Gemeinde Sieghartskirchen) jagten sie einen Hochstand in die Luft.

Die Erhebungen der Polizei laufen auf Hochtouren.