Power-Frau an Spitze der Volkshochschule Herzogenburg. Maria-Bernadetta Berndt ist Nachfolgerin von Andreas Tischer: „Als mich die Stadtgemeinde fragte, habe ich sofort zugesagt.“

Von Hans Kopitz. Erstellt am 14. Mai 2021 (03:37)
Maria-Bernadetta Berndt freut sich schon auf ihre neue Aufgabe als Leiterin der Herzogenburger Volkshochschule.
Hans Kopitz, Hans Kopitz

Wie in vielen anderen Institutionen ruhen zur Zeit auch in der Volkshochschule zum Leidwesen vieler interessierter Teilnehmer die Kurse. Nichtsdestotrotz ist eine personelle Weichenstellung getroffen worden.

Im vergangenen Jahr hat sich Andreas Tischer nicht nur von der Leitung der Musikmittelschule und der Polytechnischen Schule zurückgezogen. Er stellte auch die Führungsfunktion bei der 1970 gegründeten Volkshochschule zur Verfügung.

„Möchte diesen Ort zum Leben erwecken“

Nun ist eine Nachfolgerin gefunden worden. Die junge, selbstbewusste Herzogenburger Lebens- und Sozialberaterin Maria-Bernadetta Berndt wird künftig die Leitung übernehmen. Sie möchte in ihrem neuen Job die Volkshochschule als Ort der Begegnung von Lehrenden und Lernenden nach der langandauernden Corona-Pause wieder zu neuem Leben erwecken.

Und das wird diese Power-Frau auch schaffen. Neben ihrer Berufung als Lebens- und Sozialberaterin arbeitet sie nicht nur geringfügig angestellt in einer St. Pöltner Firma, sondern auch zehn Stunden in der Woche im Caritas-Lerncafé in Herzogenburg.

Mit Matura in die Gastronomie

Schon in der Volksschule wusste sie, dass sie in die Musikhauptschule gehen wollte, in der Hauptschule wusste sie, dass sie in die HLW gehen wollte – und da wusste sie dann, dass sie trotz Matura in die Gastronomie gehen wollte. Meinungen von außen wie „Jetzt hast die Matura, jetzt kannst du nicht einfach kellnern gehen“ ließen die heute 34-Jährige kalt: „Der Gastronomie gehörte einfach meine Leidenschaft“, blickt sie zurück.

In diesem Metier war sie dann zwölf Jahre tätig und auch sehr zufrieden damit: „Bis ein Punkt in meinem Leben kam, an dem ich spürte, dass es Zeit für Veränderung und Weiterentwicklung war.“

Die Stadtgemeinde hat sie angesprochen, ob sie sich die Leitung der Volkshochschule zutraue: „Ich habe sofort zugesagt. Natürlich freue ich mich auf die vielfältige Aufgabe, in die ich mich erst hineinfühlen darf“, so Maria-Bernadetta Berndt, die sich gerne als „Berni“ vorstellt. Und weiter: „Ich bin stets offen für Neues und Weiterentwicklung. Ich möchte das Kursangebot forcieren und auch Platz für neue Angebote schaffen. Ich glaube, zur richtigen Zeit findet alles seinen richtigen Platz.“