Schnelltests: Arbeiten laufen auf Hochtouren. Die Zahl der Infizierten sinkt auch im Bezirk St. Pölten. Dennoch rüstet man sich in den Gemeinden für 12. und 13. Dezember.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 03. Dezember 2020 (16:23)
Mit rund 60.000 Testwilligen wird im Bezirk St. Pölten gerechnet.
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Die Vorbereitungen für die Corona-Schnelltests laufen momentan auf Hochtouren. „Für die Gemeinden ist das eine große Herausforderung. Es ist vergleichbar mit einer Wahl, aber da hat man mehr Zeit“, stellt Bezirkshauptmann Josef Kronister fest.

Die Zahl der Testwilligen wird im Bezirk St. Pölten auf rund 60.000 geschätzt. Die Testung der breiten Bevölkerung findet am Samstag, 12., und Sonntag, 13. Dezember, statt.

Ziel ist, dass es in jeder Gemeinde eine Teststation gibt. In größeren Gemeinden wird man mehrere Teststraßen benötigen. „50 Tests pro Stunde sollte man hinbekommen“, sagt Bezirkshauptmann Josef Kronister. Die Anmeldung soll online erfolgen, Details dafür wurden vom Bund ausgearbeitet.

Geschultes, qualifiziertes Personal notwendig

Die Ergebnisse der vielen Tests bedeuten für die Bezirkshauptmannschaft eine große Herausforderung. Das Personal muss in den kommenden zwei Wochen umgeschichtet und noch einmal aufgestockt werden. Die Leute müssen eingeschult werden.

„Viele glauben, beim Contact Tracing braucht man nur telefonieren, aber das stimmt nicht. Man braucht geschultes, qualifiziertes Personal. Man darf sich das nicht so wie bei Licht ins Dunkel am 24. Dezember vorstellen“, hält der Bezirkshauptmann fest. Die Dinge seien sehr komplex, betont Kronister: Die Fälle müssen bearbeitet, Verfahrensakte müssen angelegt werden. So wenig wie möglich soll schiefgehen: „Es geht ja um persönlich betroffene Menschen.“

Die Testungen seien wichtig, um einen Überblick über das Infektionsgeschehen zu bekommen, hält Kronister fest. Jeder müsse für sich entscheiden, ob er teilnimmt. Aber je mehr Personen sich freiwillig testen lassen, um so aussagekräftiger sei das Ergebnis. Es gehe nicht nur um die persönliche Gesundheit, sondern um das Interesse aller, etwa auch der Wirtschaft: „Zum Beispiel kann man dann einmal sagen, ob man Skigebiete aufsperren kann oder nicht“, so Kronister.

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