Wohnungen in der Bahnhofsstraße als „Öko-Musterprojekt“. Nach einer Bauzeit von nur zwölf Monaten konnten Mieter die 24 Wohnungen in der Bahnhofstraße beziehen. Die drei Gebäude sind in massiver Holzkonstruktion ausgeführt.

Von Thomas Heumesser. Erstellt am 18. November 2019 (12:30)
Schlüsselübergabe: Bürgermeister Wolfgang Steininger, Prokurist Baumeister Franz Schaufler, Doris Lintner, Daniela Burgert und Hausverwalter Adrian Jamik (alle WET), die Gemeinderätinnen Irmgard Fritz und Bettina Raffetseder (links) sowie Baumeister Franz Nicht (rechts) mit den Mietern der Wohnhausanlage Bahnhofstraße 25.
Gemeinde Statzendorf

Die Wohnhausanlage in der Bahnhofstraße 25 mit insgesamt 24 Wohnungen ist in der Vorwoche feierlich an die Mieter übergeben worden.

Die Gemeinde Statzendorf, die Wohnungsgenossenschaft WET als Bauträger sowie Baumeister Franz Anton Nicht haben sich von Beginn an für eine ökologische und CO2-sparende Bauweise entschieden.

Die drei Gebäude sind in einer massiven Holzkonstruktion samt einer ökologischen Wärmedämmung aus Holzwolleleichtbauplatten ausgeführt.

„Betriebskosten werden sehr gering ausfallen“

Bei den Fenster- und Türkonstruktionen handelt es sich um Holz-Alukonstruktionen. Die Beheizung erfolgt über eine Wärmepumpe, unterstützt von einer Photovoltaikanlage je Haus. Das Warmwasser wird über den Rücklauf der Fußbodenheizung erzeugt, wodurch der Wirkungsgrad der Wärmepumpenanlage verbessert wird. Dieser technische Ausstattungsgrad erlaubt es, an heißen Sommertagen die Fußbodenheizung als Kühlung zu verwenden.

„Die Bauweise hat bereits in der Errichtungsphase rund 100 Tonnen CO2 erspart und wird auch während der Nutzungsphase weiterhin schädliche Treibhausgase einsparen, da die Betriebskosten sehr gering ausfallen werden“, freut sich SP-Bürgermeister Wolfgang Steininger.

Das Projekt wurde erst im Sommer des Vorjahres von der Gemeinde baubehördlich bewilligt.

Nach einer Bauzeit von nur zwölf Monaten sind die Wohnungen nun plangemäß übergeben worden. Ist diese Bauzeit nicht extrem kurz? „Die Mieter brauchen sich keine hinsichtlich Baufeuchtigkeit machen, da bei der gewählten Massivholzbauweise lediglich Feuchtigkeit bei der Estricheinbringung und beim Ausmalen der Wohnungen in das Gebäude eingebracht wird“, erklärt das Gemeindeoberhaupt. Die rasche Bauzeit bringe jedenfalls keinen finanziellen Vorteil, da die Finanzierungskosten aufgrund der Zinslage derzeit zu vernachlässigen seien.

Die Förderwürdigkeit des Projektes machte es erforderlich, die Baukostenobergrenze des Landes NÖ einzuhalten. Was gelungen ist: „Das Objekt ist ein Aushängeschild, dass ökologische Bauweisen auch mit den Baukostenobergrenzen umsetzbar sind“, so Steininger.