"Feuerwehr wird helfen". Der Einsatz der Hadreser Feuerwehrmitglieder wurde beim Festakt der 125-Jahr-Feier gewürdigt.

Von Romana Schuler. Erstellt am 20. August 2019 (12:25)

Die Freiwillige Feuerwehr Hadres ist eine der ältesten im Abschnitt Haugsdorf.
„Aufgrund eines großen Unglücks, das sich am 4. April 1894 in Obritz ereignet hatte, entschlossen sich sechzig Männer aus Hadres, eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. Schon im selben Jahr, am 15. August, konnte eine neue Feuerspritze vom damaligen Hadreser Pfarrer geweiht werden“, so berichtete Dechant und Feuerwehrkurator Willibald Steiner bei seiner Festrede am vergangenen Samstag aus der Chronik der Pfarre Hadres. 

Weitere Festredner unter der Moderation von Kommandant Leopold Krammer waren Bürgermeister Karl Weber, Bezirkshauptmann Andreas Strobl, Bezirksfeuerwehrkommandant Alois Zaussinger, Landtagsabgeordneter Richard Hogl sowie Denis Früchtl von der deutschen Partnerfeuerwehr Altenmittlau.

Feuerwehrjugend feierte ihren 10. Geburtstag

Neben dem Dank für die freiwillige Tätigkeit und das Engagement der Feuerwehr hoben alle Redner auch die Bedeutung der Jugendfeuerwehr, die seit zehn Jahren besteht, hervor.

Umso erfreulicher war die Ankündigung von Alois Zaussinger, dass Ende September das Mindestalter für Nachwuchsfeuerwehrler von zehn auf acht Jahre herabgesetzt werden soll.

Ehrung für Kommandant Leopold Krammer

Im Zuge des Festaktes wurden einige Mitglieder der FF für ihre Verdienste geehrt. So wurde der Verdienstorden 3. Stufe des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes an Leopold Krammer verliehen, der seit 1973 bei der Feuerwehr tätig ist. Karl Weber wurde mit der Verdienstmedaille 3. Klasse ausgezeichnet.

Seit 1996 ist Leopold Krammer Kommandant der FF Hadres. „Jeder ist zwar froh, wenn die Feuerwehr rasch Hilfe leistet, aber nicht immer hält diese Wertschätzung dann an“, sieht der Kommandant die Situation nach 125 Jahren FF in Hadres.

Die Feuerwehr komme gerne zu Hilfe, erklärt er: „Immer, egal ob wir einen Vogel aus der Dachrinne retten müssen oder eine Katze, die sich hinter dem Küchenschrank verkrochen hat – die Feuerwehr wird helfen!“

Hochwassereinsätze für Kameraden

Landtagsabgeordneter Richard Hogl war gleich zweimal über den schnellen Einsatz der Feuerwehr sehr froh, nämlich 2012 und 2014, als sein Haus vom Hochwasser betroffen war.

Stichwort Hochwasser: Als 2010 die Pulkau überzulaufen drohte, war es der Feuerwehr zu verdanken, dass es nicht zu Überschwemmungen kam.

Doch Krammers Erlebnisse in der FF haben sich nicht nur auf ständige Einsatzbereitschaft, Übungen und ernsthafte Katastropheneinsätze beschränkt.

„Eines meiner schönsten Erlebnisse in meinem Feuerwehrleben war, als 1996 vier Damen aufgenommen worden sind und die Frauen sogleich den ersten Platz beim Bezirksfeuerwehrwettbewerb machten“, erzählt er schmunzelnd.