Schwerpunkt-KH: Hollabrunner Spital neu organisiert. 30 Corona-Patienten zu Beginn der Woche, Geburten nur von positiven Schwangeren.

Von Christoph Reiterer. Erstellt am 01. April 2020 (05:17)
Dass sich im Landesklinikum Hollabrunn einiges ändert, wusste man. Schließlich fand im Herbst 2019 ein feierlicher Spatenstich für den Zu- und Umbau statt. Nun stellt das Coronavirus alles auf den Kopf.
Frank

Im Weinviertel ist der Bezirk Hollabrunn jener mit den am Abstand wenigsten positiv auf Covid-19 getesteten Personen.

Seit vergangener Woche ist die Zahl „immerhin“ zweistellig, was jedoch nicht zuletzt damit zu tun hat, dass das Hollabrunner Spital nun ein Corona-Schwerpunktkrankenhaus ist. Die Zuordnung der Fälle erfolge nach dem aktuellen Aufenthaltsort des betroffenen Patienten, bestätigte Christian Salzmann, Sprecher der NÖ Sanitätsdirektion.

Fünf Beatmungsplätze auf der Intensivstation

Was im Klinikum Hollabrunn nun konkret neu organisiert wurde? Die gesamte Interne Abteilung steht für Corona-positive Patienten und Verdachtsfälle zur Verfügung. „Verdachtsfälle müssen bis zum Vorliegen der Testergebnisse einzeln isoliert werden“, erklärt Doris Slama, Sprecherin im Regionalmanagement Weinviertel der Landeskliniken-Holding.

Für „normale“ Patienten gibt es auf der momentan interdisziplinär geführten chirurgischen Abteilung 35 Betten. Auf der Intensivstation stehen fünf Beatmungsplätze zur Verfügung. In der Geburtshilfe-Station werden indes ausschließlich Geburten von Patientinnen vorgenommen, die Corona-positiv sind bzw. als Verdachtsfall gelten. „Normale“ Geburten werden in umliegende Häuser wie Tulln oder Mistelbach verlegt.

Die „Corona-Auslastung“ beläuft sich zu Beginn der Woche auf 22 positive Patienten, zwei positive beatmete Patienten und sechs Verdachtsfälle.

Onkologie-Ambulanz derzeit in Stockerau

Die onkologische Ambulanz des Hollabrunner Krankenhauses wurde in der Zwischenzeit in die Räumlichkeiten der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Stockerau verlegt. Stationäre onkologische Patienten werden im Landesklinikum Korneuburg behandelt.

Elektive Operationen (zum Beispiel im Adipositas-Bereich) werden während der Coronakrise nicht durchgeführt.

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