Mehrheit bevorzugt den Kurs vor Ort. Thomas Zimmerer sprach mit der NÖN über die immer noch komplizierte Zeit.

Von Belinda Krottendorfer. Erstellt am 21. Juni 2021 (05:20)
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Seit zwei Jahren bietet die Fahrschule Gross jährlich die Möglichkeit, die Radfahrprüfung auf dem in Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde errichteten Übungsplatz am Mitterweg 2 durchzuführen. Zuletzt herrschte hier wieder reger Betrieb.
Fahrschule Gross, Fahrschule Gross

Komplett geschlossen war die Fahrschule Gross nur von 15. März bis 2. Mai 2020. Seit Februar 2021 dürfen Fahrschulen den Theorieunterricht online abhalten, jedoch nur aufgrund der Ausnahmesituation. Theorie-Gruppenkurse waren seit November 2020 verboten. Wenn Corona vorbei ist, werden Online-Kurse nicht mehr erlaubt sein.

Jetzt, wo Gruppenunterricht wieder möglich ist, bietet die Fahrschule Gross die Theoriekurse entweder online oder in Präsenz an; die große Mehrheit bevorzugt dabei das Lernen vor Ort. Online-Unterricht sei laut Zimmerer vor allem für sozial Schwächere ein Nachteil, da die Interaktion schlechter ist.

Bei Präsenzunterricht nur ein Drittel Auslastung möglich

Grundsätzlich war Online-Unterricht bis 13. Juni 2021 erlaubt, der Fachverband der Fahrschulen möchte die Erlaubnis bis August verlängern. „Niemand weiß, wie es mit den Mutationen weitergeht. Bei Präsenzunterricht kann nur ein Drittel der Sessel im Klassenraum besetzt werden. Es ist ein Dienstleistungsproblem“, erklärt der Fahrlehrer. Die Fahrschule Gross hätte die Bewilligung, den Theorieunterricht im Seminarhotel abzuhalten. „Die meisten Fahrschulen haben solche Ausweichmöglichkeiten jedoch nicht“, weiß Zimmerer.

Theorie-Prüfungen fanden immer statt, auch während der Lockdowns. Abgehalten wurden sie wie auch sonst in den Räumlichkeiten der Fahrschule. Aufgrund der Abstandsregeln konnten jedoch nur zwei bis drei der insgesamt zwölf Computer gleichzeitig verwendet werden. Auch die Praxisprüfung verlief wie immer, mit dem einzigen Unterschied, dass kein zweiter Prüfling mitfahren durfte.

Im Fahrunterricht, wo alle Personen im Auto eine FFP2-Maske tragen müssen, seien ihm keine Probleme untergekommen, so der Fahrschulchef. Auch nicht bei Brillenträgern. „Ich denke, dass sich diese Techniken gegen das Anlaufen angeeignet haben.“