Neues Pfadfinderheim: „Gewaltig, was da passiert“. Die Hollabrunner Scouts sehnen die Öffnungsschritte herbei. Für die voranschreitende Arbeit an ihrem neuen Quartier werden nun bis 2. Juni Lose verkauft.

Von Elisabeth Schöffl-Pöll. Erstellt am 13. Mai 2021 (04:02)
Damit neugierige Rehböcke aus dem Kirchenwald nicht so nah rankommen, spannte Zecha ein Seil.
Elisabeth Schöffl-Pöll

Während Wichtel und Wölflinge, Guides und Späher, Rover und Ranger ihre Heimstunden übers Internet absolvieren und die Biber, die man als Fünf- bis Sechsjährige nicht vor den Computer holen möchte, sehnsüchtig auf die Öffnung der Heimstunden nach dem offiziellen Erlass nach Covid-19 warten, ist einer unermüdlich tagtäglich am Werk. Die Rede ist von Heinrich Zecha, begeisterter Altpfadfinder.

„Immerhin bin ich seit 1958 mit Feuereifer dabei“, erzählt der Unentwegte, der alle Sparten durchlief, dann Gruppenleiter wurde und jetzt Obmann der Altpfadfinder ist. Dazu betreibt er das reichhaltige Archiv und seit Kurzem noch dazu das Archiv des Landesverbandes in Klosterneuburg-Kierling.

Pfadfinder auf dem Holzweg. Heinrich Zecha schleift und streicht die Bretter für das Stiegenhaus.
Elisabeth Schöffl-Pöll

Es ist noch genug zu tun im Untergeschoss des neuen Pfadfinder-Quartieres am alten Waldsportplatz – ebenso wie im Außenbereich, wo am neuen Lagerplatz ein Wall aufgeschüttet werden soll. Manches Mal kommt ein Rehbock auf 20 Meter Abstand zu Besuch. Damit er nicht noch näher heran kann, spannte Heinrich Zecha ein Seil. Aber Flurschäden durch Wild sind mehrere zu sehen.

Bei der Engerling-Plage half die Gemeinde mit Know-how und Geräten. „Es ist gewaltig, was da gemacht wurde“, lobt Klaus Schörg den Fortschritt. „Kein Vergleich zu früher, wo es spartanischer herging. Aber es wird noch viel Geld gebraucht“, meint Zecha. So setzt er sich mit seinen Kameraden für den Verkauf von Losen ein. „Ein Großteil des Erlöses geht an den Landesverband, der dann wiederum Subventionen an die Gruppen für den Heimbau ausschüttet. Mit Losverkauf kann man also die Hollabrunner Pfadfinder unterstützen.

Altpfadfinder Klaus Schörg versorgt sich mit Pfadfinderlosen.
Elisabeth Schöffl-Pöll, Elisabeth Schöffl-Pöll

Während die Jugendlichen die Malerarbeiten und das Wachsen der Böden übernehmen, ist Heinrich Zecha unermüdlich am Werk: Schiffböden verlegen und verschrauben, Stiegengeländer und Holzbretter schleifen. Beim Streichen der Türstöcke wurde er von Hans Pucher unterstützt.

In der Zeit, wo „Micky“, wie Zecha gerufen wird, arbeitet, bereiteten die Pfadfinder das „Georgsfest für daheim“ mit Heurigenjause, Gebäck aus dem Holzofen und „Action im Sackerl“ vor ( www.pfadfindergruppe-hollabrunn.at ). Unter 0680-5569335 können bis 2. Juni Lose bestellt werden, um die fleißige Truppe zu unterstützen.

Zecha weist auf die Flurschäden durch das Wild hin
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