Roseldorfer WG ist "Oase der sozialen Wärme". Seit 20 Jahren springt die Wohngemeinschaft in Roseldorf ein, um Kindern aus schwierigen Verhältnissen ein temporäres Zuhause zu geben.

Von Franz Enzmann. Erstellt am 20. September 2019 (15:08)

Seit 20 Jahren leitet das Ehepaar Elisabeth und Markus Schober die „Sozialtherapeutische Wohngemeinschaft“ in der ehemaligen Roseldorfer Mühle. Neben dem Bewältigen des Alltags werden hier erlebnispädagogische Aktionen und Gruppenangebote durchgeführt sowie individuelle Betreuungsformen und Therapien angeboten.

Bereits im Jahr 1993 übernahm das engagierte Paar die familieneigene Liegenschaft und gestaltete diese zu einer Wohngemeinschaft um. In den letzten zwei Jahrzehnten wurde hier 43 Kindern ein temporäres Zuhause geboten. „Es ist wichtig, ins Tun zu kommen“, sagte Leiter Markus Schober und dankte allen Mitarbeitern für die liebevolle Betreuung. Und Bürgermeister Martin Reiter meinte: „Lieber im Regen tanzen als in der Sonne weinen.“ Nach seinen Begrüßungsworten hörte der Regenguss auf und die Kinder konnten sich bei den Spielstationen unterhalten.

Einrichtung wie Wohngemeinschaft immer wieder notwendig

Carola Neunteufl von der BH Hollabrunn betonte die Wichtigkeit solcher Einrichtungen. „Es ist leider immer wieder notwendig, Kinder aus sehr schwierigen Verhältnissen unterzubringen.“ Die Arbeit des Betreuungsteams könne man nicht hoch genug schätzen, wenn das soziale Gefüge für die Betroffenen aus dem Ruder gelaufen ist, betonte Kimon Poulios als Vertreter des Landes NÖ.

Auch Landtagsabgeordneter Richard Hogl ging auf die soziale Wärme in dieser Wohngemeinschaft ein. Die Idee der WG müsse weitergetragen werden. Zurzeit werden elf Kinder und Jugendliche von neun Betreuern, einer Wirtschaftskraft und einem Hausarbeiter jeden Tag rund um Uhr betreut.

Nach dem Festakt im Stadel spielten die Big Band der Musikschule Eggenburg und „Madison Bird Garden – Hardi & Friends“ auf. Es gab Spezialitäten aus dem hauseigenem Pizzaofen und viele weitere kulinarische Köstlichkeiten