Wenn das Pulkautal fehlt: Komarek schreibt in Wien. Polt-Autor Alfred Komarek aus dem Weinviertel schreibt derzeit in Wien an einem neuen Buch.

Von Franz Enzmann. Erstellt am 29. März 2020 (06:06)
Seine sechs verfilmten Kriminalromane um Inspektor Simon Polt machten das Pulkautal weithin bekannt. Fast alle Drehorte lagen in der Region. Dass er nun nicht dorthin kann, ist Alfred Komarek „nicht wurscht“.
Enzmann

Schriftsteller Alfred Komarek, Presshausbesitzer in Obritz und Pulkautaler aus Leidenschaft, verharrt derzeit in seiner Wiener Wohnung. Dort hat der 74-Jährige nun viel Zeit zu schreiben. Seine Moderation der ORF-Serie „Aufgespürt“ und die Arbeit bei Servus-TV sind unterbrochen.

Corona: Neffe versorgt ihn mit allem, was er braucht

„Jetzt schreib‘ ich an einem Buch. Es wird aber kein Roman. Wohin die Reise genau geht, weiß ich noch nicht. Vielleicht Weihnachtsgeschichten“, erzählt der gebürtige Bad Ausseer im NÖN-Gespräch.

In seinem Wohnhaus werde die Nachbarschaftshilfe schon immer gepflegt; ein Neffe versorgt ihn mit allem, was er braucht. Seinen Mitmenschen rät er Gelassenheit. „Wer jetzt seinen inneren Freiraum hat, kann froh sein. Arm sind die, die ständig Unterhaltung suchen.“

„In der jetzigen Zeit sind Freunde sehr wichtig, die man auch um drei Uhr in der Früh anrufen kann, wenn es wirklich notwendig ist, und ein gutes Mittel gegen die Vereinsamung“, meint Komarek. „Die Freunde in den sozialen Medien ersetzen wahre Freundschaften nicht.“

Dass er nicht in sein geliebtes Pulkautal fahren kann, ist dem Polt-Autor „nicht wurscht, alles andere schon“. Einen konkreten Lesetipp möchte der preisgekrönte Schriftsteller nicht geben. Nur so viel: „Den vorhandenen Bücherschrank durchzustöbern, ist eine gute Methode, wieder Lesestoff zu finden.“