Theater-Premiere: Eine Hölle namens Familie. „Die Heimkehr“ von Harold Pinter findet im Rahmen des Viertelfestivals im ehemaligen Bahnhof Pulkau statt.

Erstellt am 24. Juni 2017 (18:47)
NOEN, Thomas Meyer
Ein Familienfoto der besonderen Art –das Ensemble der Viertelfestival-Produktion „Die Heimkehr“ von Harold Pinter.

Der älteste Sohn der Familie, Teddy, kommt nach sechs Jahren wieder zu einem Besuch bei seiner Familie vorbei. Er ist inzwischen verheiratet, hat drei Söhne und ist Professor für Philosophie. Das Erreichte löst allerdings bei seinen Brüdern und seinem Vater keineswegs Begeisterung aus.

Die Einzige, die die Aufmerksamkeit der Familie erregt, ist Teddys Ehefrau Ruth. Im Gegensatz zu Teddy kann sie sich sehr wohl für die eigenwillige Familie begeistern.

Der britische Literatur-Nobelpreisträger Harold Pinter hat mit dem Stück „Die Heimkehr“ eine außerordentliche Familienhölle geschaffen. Jenseits aller Konventionen findet in dem Stück ein grausames Spiel mit Emotionen und Hoffnungen statt. Regisseur Christian Pfeiffer ist von der Location des ehemaligen Bahnhofs Pulkau in Großreipersdorf begeistert.

„Der Ort symbolisiert perfekt den Zustand des Stillstands, der Unwilligkeit zur Veränderung“, sieht Pfeiffer Parallelen zwischen dem Spielort und der Geschichte der Familie.

Premiere dieses speziellen Familien-Thrillers ist am 29. Juni um 19.30 Uhr.