„Übermenschlich“: PBZ-Direktor lobt sein Team. Das Besuchsverbot ist eine große Belastung. Die PBZ-Mitarbeiter bringen jetzt noch mehr Zeit und Energie für die Bewohner auf.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 01. April 2020 (15:00)
Die „Ansammlung“ sei nur für das Foto gemacht und nach zwei Minuten wieder aufgelöst worden. Mit dabei: Kathrin Frigui, Manfred Schnötzinger, Maria Brunner, Bianca Büchler, Maria Hauer, Elsa Holzer, Friedrich Nebenführ und Leopoldine Wustinger.
PBZ Retz

Als Dank, dass sie für das Besuchsverbot im Pflege- und Betreuungszentrum Retz so viel Verständnis aufbringen, entstand ebendort ein besonderes Foto für die Angehörigen der Bewohner. Direktor Horst Winkler hebt zudem lobend hervor, dass viel telefonischer Kontakt gehalten wird und, dass die alten Menschen im Haus zahlreiche Briefe und Zeichnungen bekommen. 

Ein Dank gelte freilich auch den Mitarbeitern, die den Bewohnern nun jene Nähe geben, die sich brauchen. „Damit wird den Ängsten und Sehnsüchten etwas entgegengewirkt“, sagt Winkler.

Im PBZ Retz finden derzeit natürlich keine Veranstaltungsrunden statt. Die Betreuung konzentriert ich auf jeden Einzelnen. „Das erfordert viel Energie und Zeit von den Mitarbeitern“, unterstreicht der Direktor. Diese würden „Übermenschliches“ leisten und sehr empathisch mit den Bewohnern umgehen.

Bewohner erhalten Tablets für Videotelefonie

Manche PBZ-Klienten wurden vor der Coronakrise täglich von ihren Partnern besucht. Jetzt gibt es den Kontakt nur übers Fenster oder per Telefon. Das sei für alle eine große Belastung. Als kleine Abhilfe stellt das PBZ Retz ab kommender Woche nun Tablets zur Videotelefonie zur Verfügung. „Das soll die angespannte Situation etwas entspannen, wenn man sich live erleben kann“, erklärt Winkler.